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Der EV BOMO Thun wünscht allen einen schönen Sommer in dieser schwierigen Zeit!

Köllikers Bomo schafft den Ligaerhalt

Mo 02.03.2020 - Berner Zeitung.

Die Polin Kamila Wieczorek war mit vier Toren im letzten Spiel Bomos Matchwinnerin.

Immerhin: Bomo Thun hat sich in den Playouts mehr oder weniger souverän durchgesetzt. Mit dem 6:2 am Samstag bei Weinfelden und dem 8:1 am Sonntag in Thun holte sich die Equipe von Köbi Kölliker die notwendigen Siege zwei und drei, um die Best-of-5-Serie nach dem Auftaktsieg (3:1) zu gewinnen. Kamila Wieczorek lenkte die finale Partie mit einem Hattrick im ersten Drittel früh in die gewünschten Bahnen. Die 22-jährige Polin war mit insgesamt vier Treffern erfolgreichste Torschützin der Serie.

Nach dem 7:1 konnte sich Trainer Kölliker den Luxus leisten, Stammgoalie Saskia Maurer für die letzten zehn Minuten durch Nubya Aeschlimann zu ersetzen. Die 15-jährige Wichtracherin hatte an den olympischen Jugendspielen Gold im Mixed-3-3-Turnier gewonnen.

 

Saisonziele verfehlt

Der versöhnliche Abschluss täuscht letztlich nicht darüber hinweg, dass Bomo die Ziele in dieser Saison verfehlt hat. Die Thunerinnen wollten in die Playoffs der Top und hatten am Finalturnier um den Schweizer Cup eine Medaille angestrebt. Beides gelang nicht.

Während die Saison für Bomo zu Ende ist, muss Weinfelden noch die Ligaqualifikation bestreiten. Gegner könnte Langenthal sein. Das Partnerteam von Bomo hat im NLB-Final die GCK Lions im ersten Spiel mit 4:0 bezwungen.

Andrea Schranz (Captain): Trainerin aus Leidenschaft

Fr 21.02.2020 - Frutigländer.

Andrea Schranz aus Adelboden steht schon viele Jahre im Dienste des Eishockeys – seit 24 Jahren als Spielerin auf dem Eis und seit 13 Saisons auch an der Bande. Als Frau ist sie in der Trainerfunktion eher eine Exotin, ihre ruhige Art und ihre Erfahrung kommen ihr aber stets zugute. In Adelboden aufgewachsen, spielte Andrea Schranz während zehn Jahren mit den Jungs zusammen auf allen Juniorenstufen für den EHC Adelboden. Durch ihren älteren Bruder kam sie zum Eishockey und die Faszination hat sie bis heute nicht losgelassen. Nach den Juniorenjahren wechselte sie nach Thun in ein reines Frauenteam. Beim EV BOMO Thun spielt die Adelbodnerin noch heute als Center oder Flügel in der obersten Liga, der Swiss Women’s Hockey League.
Angesprochen auf ihr schönstes Erlebnis als Spielerin ist für Andrea Schranz die Antwort klar: «Die beiden Teilnahmen mit der Nationalmannschaft an der WM. Es war unglaublich, als wir in Kanada im Stadion der Ottawa Senators gegen Kanada vor 11 000 Zuschauern spielen durften!»

 

Trainerin und Lehrerin
Der Captain des EV BOMO Thun begann schon früh, als Trainerin zu arbeiten. Ihr Berufswunsch, Sportlehrerin, ging nicht in Erfüllung. Als dann die Anfrage kam, einen Trainerposten im Nachwuchs zu übernehmen, zögerte sie nicht und sagte sofort zu. Das ist nun 13 Jahre her. Seither hat sie die Grundausbildung J + S absolviert und nimmt alle zwei Jahre an einem Wiederholungskurs teil, um immer auf dem neusten Stand zu sein. «Trainerin zu sein und in der Schule zu unterrichten, kommt meinem damaligen Berufswunsch sehr nahe», meint die heutige Primarlehrerin zufrieden. Beruf, Hobby und Traineramt bringt sie gut unter einen Hut, viel freie Zeit bleibt aber nicht. Zweimal in der Woche gibt Andrea Schranz Training und zweimal steht sie für sich auf dem Eis und trainiert mit ihren Teamkolleginnen. Am Wochenende finden die Matches statt.
Wenn sie selbst nicht spielt, steht sie an der Bande bei den U15- oder U13-Jährigen. Die Kinder schätzen ihr Fachwissen und hören ihren Tipps und taktischen Anweisungen jeweils gespannt zu.
«Andrea Schranz ist eine super Trainerin, sie hat stets gute Übungen im Training und bleibt an den Matches immer cool!», sind sich die Jungs und die zwei Mädchen der Trainingsgruppe einig. Ob ein Mann oder eine Frau an der Bande steht, spielt für die Kinder keine Rolle. «Wir kennen es nicht anders. Andrea ist einfach unsere Trainerin. Es ist ganz normal für uns.»
Das sehen auch die Trainerkollegen beim EHC Adelboden so. Alle profitieren von Andrea Schranz’ Erfahrung als Spielerin und von ihren Ideen für Trainings, Teambildung oder Übungen und schätzen ihren grossen Einsatz für den Sport.

 

Eishockey als Herzensangelegenheit

Im September und Oktober, Anfang Saison, gilt es im Trainerstab, das Team auf die kommenden Spiele vorzubereiten. «Es geht viel um Teambildung, Regeln, aber auch um Technik und Taktik. Während der Saison versuchen wir, das Team und die einzelnen Kinder weiterzubringen.» Wenn Andrea Schranz vom Eishockey spricht, spürt man sofort, dass es für die Adelbodnerin eine Herzensangelegenheit ist. Im Sommer finden zweimal pro Woche Trainings in der Turnhalle oder draussen statt. Dazu erledigt sie diverse administrative Arbeiten.
Andrea Schranz liebt die Arbeit mit den Kindern. Dass sie dabei fast nur von Männern umgeben ist, stört sie nicht. Sie findet es toll, Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten zu können und freut sich über die glänzenden Augen und lachenden Gesichter der Kinder. «Schön ist, wenn im Match etwas funktioniert, was ich mit den Kindern geübt habe!»

 

Bericht: Barbara Willen

Kölliker verpasst Playoffs mit Bomo

Di 18.02.2020 - Thuner Tagblatt.

Köbi Kölliker bleibt am Sonntag nach der Partie gegen Weinfelden lange in der Kabine von Bomo Thun. Das 4:2 war zum Abschluss der Masterround erst der dritte Sieg, gleichzeitig vor allem die Hauptprobe für das bevorstehende Playout gegen den gleichen Gegner. «Ich habe den Spielerinnen klargemacht, dass jetzt alles gelöscht wird. Wir stehen vor einem neuen, weissen Blatt und müssen darauf eine erfolgreiche Story schreiben», erklärt Kölliker.

Doch das ist nicht das, was Trainer und Team wollten. Auch mit der Legende an der Bande verpasste Bomo das Playoff. Der 66-jährige Kölliker trainierte bereits Deutschland, Biel, die SCL Tigers, die U-20-Auswahl des Verbandes, war Assistent der Schweizer Nationalmannschaft. Der langjährige Rekord-Internationale wurde für seine Verdienste in die Hall of Fame aufgenommen.

Kölliker nimmt kein Blatt vor den Mund: «Wir haben unsere Ziele nicht erreicht.» Die Gründe ortet der Seeländer in der fehlenden Routine und der mangelnden Abgeklärtheit. Captain Andrea Schranz ergänzt: «Wir zogen im Januar einen Hänger ein und hatten leider auch davor zu wenig Punkte gesammelt. Weil die Liga extrem ausgeglichen war, hätte jede von uns mehr leisten müssen, damit es gereicht hätte.»

So blieb der Exploit gegen Meister Lugano (4:2) wirkungslos. Gegen die direkten Konkurrenten Reinach und Neuenburg resultierten von 24 möglichen Punkten nur deren 2. Für Goalie Saskia Maurer ist klar: «Wir hätten mit etwas mehr Effizienz und Torgefahr durchaus die eine oder andere Partie gewinnen können, aber uns fehlte ab und zu auch das Glück.»

 

Harte Serie erwartet

Gegen Weinfelden geht es für die Oberländerinnen nun darum, die NLA-Zugehörigkeit zu wahren. «Unser neues Ziel heisst: nicht absteigen», betont Laura Zimmermann. Die 16-jährige Stürmerin und U-18-Internationale macht sich auf eine harte Serie gefasst. «Es wird nicht mehr so einfach wie in der Qualifikation.» 8:3, 11:1, 4:0 und nun 4:2 haben die Thunerinnen diese Saison die Thurgauerinnen bezwungen.

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«Wir dürfen sie nicht unterschätzen. Entscheidend ist, dass wir als Team auftreten, dann kommt es gut», sagt Zimmermann. Captain Schranz ergänzt: «Wichtig ist auch, dass wir mental bereit sind. Wir dürfen uns nicht von den Emotionen leiten lassen, sondern müssen uns auf das Spiel konzentrieren und die taktischen Anweisungen des Trainers befolgen.»

 

Spass mit den Frauen

Die Spielerinnen sind überzeugt, dass ihnen der erfahrene Kölliker helfen kann. Der Trainer spricht von einer interessanten Ausgangslage. Auch seinen Abstecher in das Fraueneishockey nennt er interessant. Ob er noch eine Saison anhängt, lässt er offen. Die Umstellung vom Profibereich der Männer fällt ihm nicht immer einfach.

«Man darf es nicht vergleichen. Trotzdem bin ich vielleicht manchmal zu ehrgeizig, verlange zu viel. Das Leistungsbewusstsein ist weniger ausgeprägt. Dafür zählt der soziale Aspekt mehr. Das muss sich jedoch in Zukunft ändern, wenn wir erfolgreich sein wollen.» Bereut hat Kölliker sein Engagement indes noch nie: «Im Gegenteil: Es macht Spass mit den Frauen.»

Final Four Weekend: Bomo Thun verpasst im Cup eine Medaille

Di 28.01.2020 - Thuner Tagblatt.

Nach der 1:3-Halbfinalniederlage von Bomo Thun gegen Reinach blieben die Oberländerinnen auch im Spiel um Bronze ohne Glück. Die erst 18-jährige Nationaltorhüterin Saskia Maurer rettete die Thunerinnen gegen Lugano mit mehreren Paraden ins Penaltyschiessen. Zuvor hatte in der regulären Spielzeit (4:4) vor allem Cup-Topskorerin Tina Brand mit einem Doppelpack die Hoffnungen zurückgebracht. Luganos erfahrenste Akteurin, Nicole Bullo, gelang schliesslich der entscheidende Treffer im Penaltyschiessen. Mit der Niederlage muss Bomo nach der überraschenden Silbermedaille vor zwei Jahren weiterhin auf die nächste Auszeichnung warten.

Eishalle Schoren, Langenthal:

Samstag, 12.30 Uhr und 16.30 Uhr

Sonntag, 11.45 Uhr und 15.45 Uhr

Youth Games 2020: Medaillenregen für die Schweiz

In der Lausanner Vaudoise Arena durften am Mittwoch gleich 4 Schweizer eine Medaille entgegennehmen. Im speziellen 3-gegen-3-Format traten Athleten aus verschiedenen Nationen im selben Team an. Goalie Nubya Aeschlimann triumphierte dabei mit dem Team Yellow und gewann Gold. Für Angelina Hurschler (Team Black) und Jan Honecker (Team Red) gab es Silber, Valerie Christmann (Team Blue) holte Bronze.

Herzliche Gratulation Nubya - tolle Leistung!

Laura Zimmermann ins Allstar-Team gewählt

Fr 03.01.2020 - Jungfrauzeitung.

Die Ringgenberger Eishockeyspielerin (rechts) ist die viertbeste Skorerin der diesjährigen U18-Damen WM.

U18 Nati-Stürmerin Laura Zimmermann, die bei Bomo Thun spielt, wurde am letzten WM-Tag in der Slowakei ins All-Star-Team gewählt. Die Berner Oberländerin schaffte dies als einzige Spielerin einer Nation, die nicht um Medaillen spielte. Laura Zimmermann darf sich als beste Schweizer Skorerin und viertbeste Spielerin des diesjährigen U18-Frauen WM-Turniers feiern lassen. Ihr Tor zum 2:1 im zweiten Relegationsspiel gegen Gastgeberin Slowakei sicherte der Schweiz zudem den Klassenerhalt in der Top Division.

Spielerinnen, Staff und Vorstand des EV BOMO Thun gratulieren Laura für die tolle Leistung. Good job!

Herbe 1:5 Niederlage gegen die ZSC Lions

Sa 30.11.2019 – Thun.

 

Mit einem frappanten Leistungseinbruch im letzten Spielabschnitt bringt sich der EV BOMO Thun um dringend benötigte Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze. Lange sieht es gut aus für die Berner Oberländerinnen, aber am Schluss siegen die ZSC Lions im Grabengut mit 5:1. Die herbe Klatsche muss rasch abgehakt werden, denn am kommenden Wochenende warten zwei eminent wichtige Partien.

Trotz toller Paraden konnte BOMO-Goalie Saskia Maurer die Niederlage gegen die Lions auch nicht verhindern

Kampfbetontes Spiel

In den ersten beiden Dritteln sahen die Zuschauer im Thuner Grabengut eine ausgeglichene Partie. Hüben wie drüben gab es Chancen, aber die beiden Torhüterinnen zeigten sich auf der Höhe ihrer Aufgabe. Der BOMO-Kasten wurde erneut von Saskia Maurer gehütet. Die Nationalspielerin verschaffte den Thunerinnen den gewohnt sicheren Rückhalt. Das Team zeigte ein beherztes Spiel. Einzig die Tore wollten nicht fallen. Die Spannung stieg von Minute zu Minute. Man fragte sich, auf welche Seite das Pendel wohl ausschlagen würde. In der 37. Minute wurde die vermeintliche Antwort gegeben. Die Angriffsformation mit Tina Brand, Kamila Wieczorek und Viktoria Maskalova kombinierte sich gefällig vor das Zürcher Tor, wo Maskalova ziemlich frei zum Schuss kam und das 1:0 für die Thunerinnen markierte. Die Zürcher Torhüterin Baldin liess den scharfen Handgelenkschuss der BOMO-Slovakin über ihren Fanghandschuh kullern.

 

Thuner Debakel im letzten Drittel

Auch zu Beginn des letzten Spielabschnitts sah man ein konzentriertes BOMO-Team am Werk. Nichts deutete auf den spektakulären Leistungseinbruch, der dann ab der 44. Minute zu beobachten war. Zunächst kassierte Saletta eine Zweiminutenstrafe wegen Behinderung. Dieses Boxplay überstand man zwar unbeschadet, liess aber den Zürcherinnen in der Folge viel zu viele Freiheiten in der eigenen Zone. Und diese liessen sich nicht zweimal bitten. Innert wenig mehr als drei Minuten hatten sie den Rückstand in einen Zweitore-Vorsprung umgewandelt. Den Thunerinnen war die Leichtigkeit nun völlig abhanden gekommen. Es passte nur noch wenig zusammen. So war eine Reaktion auf den Rückstand nicht mehr möglich. Im Gegenteil, den Zürcherinnen gelang nun fast alles und sie scorten noch zwei weitere Male. Am Schluss siegten sie verdient, wenn auch mit 5:1 um ein bis zwei Tore zu hoch. 26 Sekunden vor der Schlusssirene fiel zudem Nina Waidacher mit einem völlig unnötigen Bandencheck gegen BOMO’s Jana Gerber negativ auf. Gerber musste das Eis verletzt verlassen, während die Zürcherin eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassierte.

 

Zwei bedeutende Partien am kommenden Wochenende

Der EV BOMO tut gut daran, diese ärgerliche Niederlage rasch abzuhaken. Am kommenden Samstag ist die Neuchâtel Hockey Academy im Grabengut zu Gast. Die Westschweizerinnen sind direkter Gegner am Playoff-Strich und notabene das einzige Team der Women’s League, das BOMO in der laufenden Saison noch nie schlagen konnte. Und einen Tag später spielt man dann die kapitale Auswärts-Partie gegen die Brandis Ladies, bei der es um den Einzug ins Finalturnier des Swiss Women’s Hockey Cup geht.

 

 

EV BOMO Thun – ZSC Lions 1:5 (0:0; 1:0, 0:5). – Sa 30.11.2019, Thun, KEB Grabengut, 49 Zuschauer. – Schiedsrichter: Simon Iseli, Marco Zürcher. – Tore: 37. Maskalova (Brand, Wieczorek) 1:0, 46. Lasis (Rüegg) 1:1, 48. (47:20) M. Waidacher 1:2, 49. (48:57) I. Waidacher (Rüegg) 1:3, 52. Rüegg (N. Waidacher, Lasis) 1:4, 57. Rüegg (N. Waidacher, I. Waidacher) 1:5. – Strafen: 2x2 Minuten plus 1x10 Minuten (Spiess) gegen EV BOMO Thun, 1x2 Minuten plus 1x5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (N. Waidacher) gegen ZSC Lions. – EV BOMO Thun: Maurer, Aeschlimann; Simone Minder, Bittel; Tanja Hänggi, Rahel Hänggi, Hunziker; Brunner, Saletta, Ujcik; Maskalova, Wieczorek, Brand; Gerber, Schranz, Spiess; abwesend: Heim (verletzt), Abgottspon (verletzt), Bregy, Zimmermann (Nachwuchs).

 

Link auf Matchbericht SIHF

Überraschung im Tessin – BOMO besiegt Leader Lugano

Sa 23.11.2019 – Lugano.

 

Damit haben die Wenigsten gerechnet: Der EV BOMO zeigt in Lugano eine überragende Leistung und schlägt den bisher unantastbar scheinenden Leader mit 2:4. Der Überraschungserfolg beim Start der Masterround basiert zum einen auf einer Team-Performance, die keine Wünsche offenlässt. Zum andern machen die sichere Torhüterin Maurer und die Dreifach-Torschützin Zimmermann in dieser rasanten Partie den Unterschied.

Tolle Teamleistung in der Resega: Die BOMO-Spielerinnen feiern ihren Sieg gegen Lugano.

 

Überrumpelte Bianconeri

Auf den Blitzstart der Thunerinnen waren die erfolgsverwöhnten Ladies aus dem Südtessin nicht gefasst. Auf der Matchuhr waren nur gerade 3:17 vergangen, ehe Wirbelwind Laura Zimmermann bereits zwei Tore für die Gäste aus dem Berner Oberland erzielt hatte. Beim ersten Treffer liessen sich die Hänggi Sisters Rahel und Tanja je einen Assist gutschreiben, beim 0:2 kam das Zuspiel von Jessica Ujcik. Damit hatte der EV BOMO endgültig Lunte gerochen, während die Bianconeri nicht recht zu wissen schienen, wie ihnen geschah. Die Zweitore-Führung der Berner Oberländerinnen nach dem ersten Drittel war jedenfalls verdient. Nebst den beiden Treffern erarbeiteten sie sich auch ein klares Chancenplus.

 

Schnelle Partie

Nach dem ersten Pausentee glich sich das Geschehen etwas aus. Die Tessinerinnen – allen voran die erste Linie mit den Nationalspielerinnen Eggimann, Ryser und Staenz – zeigten nun ihr Tempohockey. Erfreulicherweise liessen sich die Thunerinnen nicht beeindrucken, sondern gingen die hohe Kadenz mit. So auch in der 26. Minute: Viktoria Maskalova tanzte nach einem Brand-Zuspiel elegant durch die Lugano Abwehr und bezwang die Lugano-Torhüterin Dübi mit einem präzisen Schuss in die linke untere Ecke eiskalt. Damit stand es aus Bianconeri-Sicht nun sogar 0:3 für die Underdogs aus dem Berner Oberland und die Verwunderung bei den einheimischen Zuschauern war mit Händen zu greifen.

 

Hochspannung im Schlussabschnitt

Nachdem der HC Ladies Lugano auch im zweiten Drittel mit sämtlichen Abschlüssen an der überragend spielenden BOMO-Hüterin Saskia Maurer gescheitert war, durfte man gespannt sein, wie sie im letzten Spielabschnitt das Spiel noch drehen wollten. Trainer Fedrizzi’s Rezept war das Forcieren der ersten beiden Blöcke, die phasenweise tatsächlich mächtig Druck aufsetzten und zu Torchancen kamen. BOMO hatte zudem auch noch zwei Strafen zu überstehen. Bis zehn Minuten vor Schluss ging jedoch die Strategie der Thunerinnen auf, den Gegner mit frühem und aggressivem Stören an der Angriffsauslösung zu hindern. Dann aber kam für die Tessinerinnen die Hoffnung innert zweieinhalb Minuten zurück. Dies nach einem schnell herausgespielten Tor von Eggimann und einem von Niccolai etwas glückhaft ins BOMO-Tor abgelenkten Schuss. Plötzlich stand es nur noch 2:3 und zu spielen waren immer noch sieben Minuten.

 

Der HC Ladies Lugano versuchte in der Folge alles, um noch den Ausgleich zu erzielen. Doch die Thunerinnen hielten clever dagegen, überstanden eine weitere Unterzahlsituation und hatten nach einem magistralen Steilzuspiel von Abgottspon auf Zimmermann in der 56. Minute ihrerseits die Chance zum K.O.-Schlag. Doch Zimmermann’s Handgelenkschuss verfehlte das Ziel ganz knapp. So blieb die Hochspannung erhalten und wurde in der Schlussminute noch weiter zugespitzt, als Lugano die Torhüterin mit einer sechsten Feldspielerin ersetzte und Kamila Wieczorek nach einem «Aufräumer» vor dem BOMO-Tor von den Refs in die Kühlbox geschickt wurde. Doch die BOMO-Spielerinnen behielten auch in doppelter Unterzahl die Übersicht und Laura Zimmermann – wer denn sonst – erzielte 22 Sekunden vor Schluss den erlösenden Empty-Netter.

 

 

HC Ladies Lugano – EV BOMO Thun 2:4 (0:2; 0:1, 2:1). – Sa 23.11.2019, Lugano, Cornèr Arena, 53 Zuschauer. – Schiedsrichter: Luca Boverio, Aris Scheggia. – Tore: 2. (1:40) Zimmermann (T. Hänggi, R. Hänggi) 0:1, 4. (3:17) Zimmermann (Ujcik) 0:2, 26. Maskalova (Brand) 0:3, 51. (50:43) Eggimann (Ryser, Staenz) 1:3, 54. (53:08) Niccolai (Stocker, Eggimann) 2:3, 60. (59:38) Zimmermann (ins leere Tor, Ausschluss Wieczorek!) 2:4. – Strafen: 3x2 gegen HC Ladies Lugano, 6x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Maurer, Simone Minder, Abgottspon; Tanja Hänggi, Bachmann; Rahel Hänggi, Bregy; Frey, Zimmermann, Ujcik; Maskalova, Wieczorek, Brand; Brunner, Schranz, Gerber; abwesend: Heim (verletzt), Spiess, Bittel, Hunziker (Nachwuchs).

 

Link auf Matchbericht SIHF

 

Kantersieg gegen Weinfelden

Sa 16.11.2019 – Thun.

 

Befreiendes Erfolgserlebnis für die Thuner Hockeyfrauen. Gegen den SC Weinfelden lässt der EV BOMO nichts anbrennen und siegt hoch mit 11:1. Dass man nach wenigen Sekunden in Rückstand gerät, ist nur eine Randnotiz zu diesem einseitigen Spiel. Die Einheimischen drehen in der Folge auf und führen schon nach 20 Minuten mit 7:1. Nach dem Kantersieg gegen den Tabellenletzten sind die Berner Oberländerinnen nach Abschluss der ersten Meisterschaftsphase über dem Playoff-Strich klassiert.

Lachende Gesichter: Rahel Hänggi, Carola Saletta, Tanja Hänggi, Jessica Ujcik und Laura Zimmermann (von links) fahren nach dem Torjubel zur Spielerbank.

Zu Spielbeginn kalt geduscht

Das überaus klare Ergebnis dieser Partie kaschiert den Umstand, dass die Thunerinnen am Anfang ziemlich kalt geduscht wurden. Nach rekordverdächtigen vier Sekunden stand es nämlich 1:0 zugunsten der Ostschweizer Gäste. Sara Confidenti bezwang die BOMO-Torhüterin Saskia Maurer bereits beim ersten Angriff mit einem trockenen Schuss. Es war dies gleichzeitig das letzte Negativ-Erlebnis für die Thunerinnen an diesem Samstag-Abend.

Den raschen Ausgleich nach 2:33 Minuten markierte ausgerechnet Natascha Brunner. Die Ex-Spielerin des SC Weinfelden hat zu Beginn der Saison fünf Spiele für die Ostschweizerinnen absolviert und lief nun erstmals im roten BOMO-Dress auf.

 

11 Tore innert 40 Minuten

Nach dem Ausgleichstreffer drückte die Kölliker-Truppe weiter auf’s Gas und erzeugte einen ansehnlichen Offensivdrang. Damit setzte man das mehr und mehr überforderte Team aus Weinfelden permanent unter Druck. Bis zum Ende des ersten Drittels erzielte BOMO nicht weniger als sechs weitere Treffer in regelmässigen Abständen. Damit war das Spiel schon frühzeitig entschieden.

 

Im zweiten Drittel gelangen vier weitere zum Teil schön herausgespielte Tore. Im Schlussdrittel schalteten die Thunerinnen dann einen Gang zurück und liessen die letzte Konsequenz vermissen. «Wir haben im letzten Drittel vermehrt taktische Varianten ausprobiert und zu wenig Schüsse auf das Tor abgegeben. Die Luft war ein wenig draussen», gab die zufriedene Dreifach Torschützin Laura Zimmermann nach dem Spiel zu Protokoll.

 

Mit dem Sieg totalisiert der EV BOMO Thun nach Abschluss der ersten Meisterschaftsphase 11 Punkte und liegt damit auf dem Playoff-berechtigten vierten Rang. Am kommenden Samstag beginnt für die Thunerinnen die Master Round mit dem Auswärtsspiel beim Leader Lugano. Vorher werden die erreichten Punkte halbiert. Damit liegt man gleichauf mit der Neuchâtel Hockey Academy. Der Kampf um die Playoff-Qualifikation ist also voll entbrannt.

 

EV BOMO Thun – SC Weinfelden 11:1 (7:1; 4:0, 0:0). – Sa 16.11.2019, Thun, Grabengut, 35 Zuschauer. – Schiedsrichter: Draha Fialova, Sascha Bauer. – Tore: 1. (0:04) Confidenti (Daneel) 0:1, 3. Brunner (Gerber) 1:1, 4. Zimmermann (Maskalova, Wieczorek, Ausschluss Kutzer) 2:1, 5. Zimmermann 3:1,  8. Ujcik (Saletta) 4:1, 10. Hänggi T. (Maskalova) 5:1, 13. Wieczorek 6:1, 17. Maskalova (Wieczorek, Minder S.) 7:1, 33. Wieczorek (Maskalova) 8:1 35. Brand (Maskalova, Wieczorek) 9:1, 38. (37:41) Brand (Minder S., Ausschluss Müller 10:1, 38. (38:00) Zimmermann (Ujcik, Saletta) 11:1. – Strafen: 2x2 gegen EV BOMO Thun, 3x2 Minuten gegen SC Weinfelden – EV BOMO Thun: Maurer, Wagner; Minder S., Bittel; Hänggi T., Bregy, Hänggi R.; Maskalova, Wieczorek, Brand; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Gerber, Brunner, Schranz, Spiess; abwesend: Abgottspon (verletzt), Heim (3. Liga), Hunziker (Nachwuchs).

 

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BOMO im Cup eine Runde weiter

Sa 02.11.2019 – Ambri TI.

 

Der EV BOMO Thun qualifiziert sich ohne Probleme für die Viertelfinals im Swiss Women’s Hockey Cup. Der HC Ambri-Piotta aus der Leistungsklasse C ist gegen die Berner Oberländerinnen chancenlos und verliert mit 3 zu 11.

Wirbelt schon bald mit dem Nationalteam: BOMO's Laura Zimmermann

Die Girls des HC Ambri-Piotta, ambitionierter und verlustpunktloser Leader der Leistungsklasse C, hatten sich viel vorgenommen gegen das favorisierte Thuner Team aus der obersten Spielklasse. In der letzten Saison standen die Tessinerinnen nach zwei Siegen gegen die höher klassierten SC Langenthal und EC Wil im Viertelfinal des Swiss Women’s Hockey Cup. Damit kam man eine Runde weiter als der heutige Gegner EV BOMO, der im Achtelfinal an den Brandis Ladies gescheitert war.

 

Überraschung bleibt aus

Doch die Überraschung in der Leventina blieb aus. Der Klassenunterschied war zu gross. Der EV BOMO führte zur ersten Drittelspause mit 6 zu 1, womit das Spiel bereits entschieden war. Die Berner Oberländerinnen, in deren Reihen zum ersten Mal die frühere Nationalspielerin Céline Abgottspon stand, mussten kein überragendes Spiel zeigen. «Wir waren zwar besser, haben uns aber zu stark dem Gegner angepasst und waren wenig konsequent», meinte Laura Zimmermann nach dem Spiel. «Das wichtigste ist, dass wir die nächste Runde erreicht haben». Die BOMO-Torjägerin fährt in der kommenden Woche mit dem Nationalteam ans Vierländerturnier im russischen Dimitrov.

 

Gegen Ambri-Piotta trugen sich Brand, Schranz, Wieczorek und Zimmermann mit je zwei Treffern in die Torschützen-Liste ein. Die weiteren Thuner Treffer erzielten die Debütantin Abgottspon sowie Maskalova und Rahel Hänggi. 

 

 

HC Ambri-Piotta Girls – EV BOMO Thun 3:11 (1:6; 1:3, 1:2). – Sa 02.11.2019, Ambri TI, Pista la Valascia, 30 Zuschauer. – Schiedsrichter: Fabio Ferraro, Diogo Foresti. – Tore: 2. (1:08) Schranz (Ujcik) 0:1, 3. (2:28) Wieczorek 0:2, 8. Niccolai (Zani) 1:2, 8. (7:59) Hänggi Rahel 1:3, 9. (8:41) Maskalova (Wieczorek) 1:4, 12. Schranz (Zimmermann, Ujcik) 1:5, 16. Wieczorek (Brand) 1:6, 27. (26:10) Brand (Ujcik, Ausschluss Abgottspon!) 1:7, 27. (26:42) Abgottspon (Brand, Ujcik) 1:8, 39. Brand (Schranz) 1:9, 40. Roccella (Montalbetti) 2:9, 45. Roccella (Abatangelo) 3:9, 46. Zimmermann (Schranz) 3:10, 52. Zimmermann (Schranz) 3:11. – Strafen: 2x2 gegen HC Ambri-Piotta Girls, 4x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Spies, Wagner; Minder S., Bittel, Bregy; Abgottspon, Hänggi T; Maskalova, Wieczorek, Brand; Ujcik, Schranz, Zimmermann; Gerber, Spiess; Hänggi R.; abwesend: Heim (3. Liga), Saletta (Nationalteam Italien), Hunziker (Nachwuchs).

 

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Zu spät erwacht

So 27.10.2019 – Reinach.

 

Der EV BOMO kann die Überraschung vom Hinspiel gegen den zweitplatzierten SC Reinach nicht wiederholen. Die Hypothek von vier nicht zwingenden Gegentreffern in den ersten zwei Dritteln wiegt zu schwer. Obwohl die Thunerinnen im letzten Drittel powern und den Gegner permanent in die Defensive drängen, resultieren nur ein Tor und zwei Treffer an die Torumrandung. Ein zu geringer Lohn für viel Aufwand. Der SC Reinach gewinnt das Spiel mit 4:1.

Auf das Spielgeschehen fokussiert: BOMO-Verteidigerin Tanja Hänggi

Ungewohntes Line-Up

Dass das Auswärtsspiel beim SC Reinach ein hartes Stück Arbeit werden dürfte, war Koebi Kölliker sehr wohl bewusst. Weil Stamm-Torhüterin Sandra Heim sowie Carola Saletta, Liv Hunziker und Maureen Bittel fehlten, bot der Thuner Trainer die mit einer B-Lizenz ausgestatteten Sina Bachmann, Mara Frey, Nadja Gäggeler und Stephanie Lehner vom Partnerclub SC Langenthal auf. Und das Tor wurde von Caroline Spies gehütet.

 

Start verschlafen

Die Baselbieterin bekam schon früh Gelegenheit sich auszuzeichnen. Die Reinacherinnen begannen nämlich druckvoll und gingen fast folgerichtig in der 7. Minute durch Chelsea Bräm in Führung.

BOMO wirkte in dieser Phase noch verhalten und unsortiert. Man schien sich in der ungewohnten Aufstellung zuerst noch finden zu müssen. Auch das zweite Tor der Aargauerinnen in der 13. Minute schien nicht zwingend. Caroline Spies liess sich von einem Backhand-Schuss der Reinach-Stürmerin Waser überraschen. Nach und nach steigerten sich die Berner Oberländerinnen und kamen zu guten Chancen. Doch diese wurden allesamt vergeben. Insbesondere im zweiten boten sich dem EV BOMO mehrere Gelegenheiten, den Anschlusstreffer zu erzielen. Die Tore fielen stattdessen auf der Gegenseite. Die Reinacherinnen waren kaltblütiger und hatten bei ihren Schüssen auch Glück. Nach 40 Minuten stand es nach Toren von Fischer und Raschelle Bräm bereits 4 zu 0 für die Einheimischen.

 

Steigerungslauf

Erst im letzten Drittel zeigten die Thunerinnen, was sie spielerisch drauf haben. Jetzt lief die Scheibe plötzlich. Die Pässe fanden die Mitspielerinnen und der SC Reinach war nun mehrheitlich unter Druck. Der Powerplay-Treffer von Viktoria Maskalova in der 41. Minute nach einem ungenügend abgewehrten Schuss von der blauen Linie brachte die Hoffnung zurück. BOMO drückte und erspielte sich mehrere hochkarätige Chancen. Aber mehr als zwei Treffer an die Torumrandung schaute trotzdem nicht heraus. «Wir haben uns nach verschlafenem Start kontinuierlich gesteigert», meinte Jessica Ujcik nach dem Spiel, «aber wir hätten einfach mehr Tore erzielen müssen. Mit nur einem Tor kann man nicht gewinnen. Zumindest nehmen wir aus Reinach ein gutes letztes Drittel mit in das schwierige Cup-Spiel in Ambri-Piotta.»

 

 

SC Reinach – EV BOMO Thun 4:1 (2:0; 2:0, 0:1). – So 27 10.2019, Reinach, KEB Oberwynental, 63 Zuschauer. - Schiedsrichter: Tim Fischer, Patrick Jost. – Tore: 7. Chelsea Bräm 1:0, 13. Waser 2:0, 23. Fischer (Kleeb) 3:0, 26. Raschelle Bräm (Hofstetter) 4:0, 41. Maskalova (Ausschluss Lutz) 4:1. – Strafen: 2x2 gegen SC Reinach, 1x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Spies; Minder S., Hänggi T; Lehner, Bachmann; Bregy, Hänggi R.; Maskalova, Wieczorek, Gäggeler; Ujcik, Zimmermann, Frey; Gerber, Schranz, Brand, Spiess; abwesend: Heim (3. Liga), Saletta (Ausbildung), Bittel, Hunziker (Nachwuchs).

 

Link auf Matchbericht SIHF

BOMO siegt erstmals in Zürich

So 13.10.2019 – Zürich.

 

Der EV BOMO Thun siegt zum ersten Mal auswärts beim Titel-Anwärter ZSC Lions. Eine überragende Sandra Heim im Tor sowie eine gehörige Portion Kaltblütigkeit geben den Ausschlag. In der umkämpften Partie gehen die Zürcherinnen nur zwei Minuten vor dem Schlusspfiff erstmals in Führung. Doch BOMO steckt nicht auf. Eine Minute und 14 Sekunden vor Schluss fällt tatsächlich der Ausgleich. Und man setzt gleich nach. In Überzahl gelingt 20 Sekunden vor Schluss gar der Siegtreffer – zum grossen Jubel des Teams und der mitgereisten Fans.

 

Der EV BOMO Thun blickt mit gestärktem Selbstvertrauen auf die schwierige Doppelrunde vom vergangenen Wochenende zurück. Aus den beiden Partien gegen die Liga-Schwergewichte Ladies Lugano und ZSC Lions resultierten letztlich drei Punkte. Die beiden Partien und insbesondere die Art und Weise wie man in Zürich reüssierte zeigen auf, dass die Thunerinnen jeden Gegner in dieser Liga schlagen können.

 

Frühe Führung

Im schmucken Stadion Heuried in Zürich gelang den Thunerinnen der Auftakt optimal. Bereits in der fünften Minute scorte Carola Saletta zum Erstaunen der erfolgsverwöhnten ZSC-Fans für die Gäste, indem sie ein mustergültiges Zuspiel von Jessica Ujcik verwertete. Dann aber besannen sich die Favoritinnen aus Zürich auf ihre zweifellos vorhandenen Stärken und erhöhten den Druck auf das BOMO-Gehäuse. Vier Minuten nach der Thuner Führung glich Isabel Waidacher auf Pass ihrer Nationalmannschafts-Kollegin Dominique Rüegg die Partie wieder aus. Danach blieben die Zürcherinnen zwar am Drücker, scheiterten jedoch Mal für Mal an der überragend spielenden BOMO-Hüterin Sandra Heim. Und als sich Rüegg kurz vor der Pause einmal wuchtig durchtankte rettete der Pfosten für die Oberländerinnen.

 

Kaltblütige Ujcik

Trotz der optischen Dominanz und der höheren Passgenauigkeit der Zürcherinnen hatte der EV BOMO auch im zweiten Durchgang seine Chancen. Eine davon – ein Fehlpass-Geschenk der Zürcher-Verteidigerinnen an der blauen Linie – nutzte Jessica Ujcik in der 30. Spielminute zur erneuten Führung aus. Ihrem Rush über das ganze Eisfeld konnten die in der Vorwärtsbewegung überraschten Züricherinnen nicht folgen und Goalie Baldin war gegen die gekonnte Körpertäuschung der deutschen Topskorerin machtlos. In der Folge wirkten die Favoritinnen doch etwas geschockt und mussten den Gästen aus dem Berner Oberland einige hochkarätige Möglichkeiten zugestehen, insbesondere als diese auch noch in Überzahl agieren konnten. Dann aber wurde Liv Hunziker wegen hohem Stock für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt und die Lions nutzten ihr Powerplay in der 36. Minute zum Ausgleich. Lara Christens Schuss von der blauen Linie fand den Weg zwischen zwei BOMO-Verteidigerinnen hindurch ins Tor. Sandra Heim hatte aufgrund verdeckter Sicht keine Abwehrchance.

 

Dramatische Schlussphase

So stand es auch nach 40 Minuten nach wie vor unentschieden. Und BOMO startete gut ins letzte Drittel. In der 44. Minute luchste das aggressiv forecheckende Duo Maslakova und Wieczorek den Züricherinnen die Scheibe ab und spielten mit einer sehenswerten Kombination die freistehende Andrea Schranz vor dem Tor an. Doch die französische Nationaltorhüterin Caroline Baldin machte diese 100-prozentige Chance des BOMO Captains mit einer mirakulösen Parade zunichte. Nicht minder mirakulös wehrte auf der anderen Seite Sandra Heim in der 53. und 54. Minute zwei Top-Möglichkeiten der Löwinnen ab. Bei den mitgereisten BOMO-Fans keimte langsam die Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. Doch diese Hoffnung wurde zwei Minuten vor Spielende durch einen schnell vorgetragenen und erfolgreich abgeschlossenen Angriff der ZSC Lions jäh ins Gegenteil verkehrt. Sollte der späte Treffer von Schlegel den EV BOMO um die Früchte eines aufopferungsvoll geführten Kampfs bringen? Man musste es befürchten.

 

Koebi Kölliker nahm umgehend sein Time Out und erläuterte seinen Spielerinnen, dass die Partie noch keineswegs verloren ist. Seine besten Kräfte sollten sich nach dem Wiederanspiel in der Zone des Gegners festsetzen und die Scheibe aufs Zürcher Tor bringen. Und der Ausgleich fiel tatsächlich. Jessica Ujcik, die in diesem Spiel an jedem BOMO Treffer beteiligt war, drückte ein Zuspiel von Saletta und Maskalova über die Linie. Auf der Matchuhr waren zu diesem Zeitpunkt noch 1:14 zu spielen. In den folgenden Sekunden wirkten die Zürcherinnen fahrig und kamen sofort wieder unter Druck. Prompt handelte sich Isabel Waidacher eine Strafe wegen Stockschlags ein. Es war die eine Strafe zuviel für die ZSC Lions, denn das Powerplay brachte die späte Entscheidung zugunsten des EV BOMO Thun. Während vor Baldins Tor viel Verkehr herrschte drückte Kamila Wieczorek von der blauen Linie ab und der Flachschuss fand 20 Sekunden vor der Sirene den Weg ins Zürcher Tor. Die Berner Oberländerinnen haben damit innert weniger als einer Minute ein Spiel gedreht, das schon unglücklich verloren schien. Nach dem Sirenenton war die Freude der Spielerinnen über den ersten Auswärtssieg in Zürich seit dem Aufstieg im Jahr 2006 entsprechend gross. 

 

ZSC Lions – EV BOMO Thun 3:4 (1:1; 1:1; 1:2). – So 13 10.2019, Zürich, Heuried, 92 Zuschauer. - Schiedsrichter: Dominic Müller, Marco Zambonin. – Tore: 5. Saletta (Ujcik) 0:1, 9. Waidacher I. (Rüegg) 1:1, 30. Ujcik 1:2, 36. Christen (Rüegg, Ausschluss Hunziker) 2:2, 59. (58:01) Schlegel (Christen, Waidacher I.) 3:2, 59. (58:46) Ujcik (Maskalova, Saletta) 3:3, 60. (59:40) Wieczorek (Ujcik, Ausschluss Waidacher I.) 3:4. – Strafen: 3x2 gegen ZSC Lions, 4x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Heim, Aeschlimann; Minder S., Bittel; Hänggi T., Hunziker, Bregy; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Wieczorek, Maskalova; Schranz; Gerber, Spiess, Hänggi R.; abwesend: Brand (verletzt), Maurer (Nachwuchs).

 

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Wieder nahe dran am Leader - wieder den Kürzeren gezogen

Sa 12.10.2019 – Thun.

 

Der EV BOMO ist am Samstag nahe dran am Punktgewinn gegen den verlustpunktlosen Leader aus Lugano. Aber gereicht hat es trotzdem nicht. Die Favoritinnen aus dem Südtessin gewinnen das Spiel mit 3:1. Den Berner Oberländerinnen bleibt die Gewissheit, dass man auf Augenhöhe mit den Grossen spielen kann.

 

Kurz-Interview mit BOMO-Verteidigerin Simone Minder

 

EV BOMO Thun – HC Ladies Lugano 1:3 (1:0; 0:2; 0:1). – Sa 12 10.2019, Thun, Grabengut, 66 Zuschauer. - Schiedsrichter: Michaela Matejova, Marco Zürcher. – Tore: 2. Maskalova (Ujcik, Zimmermann, Auschluss Bullo) 1:0, 29. Ryser (Bullo, Muraro) 1:1, 33. Gianettoni (Staenz, Bullo, Ausschluss Wieczorek) 1:2, 52. Staenz (Eggimann) 1:3. – Strafen: 8x2 gegen EV BOMO Thun, 2x2 Minuten gegen HC Ladies Lugano – EV BOMO Thun: Heim, Wagner; Minder S., Bittel; Hänggi T., Bregy; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Wieczorek, Maskalova; Schranz; Gerber, Spiess, Hänggi R.; abwesend: Brand (verletzt), Hunziker, Maurer (Nachwuchs).

 

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Klarer Sieg in Weinfelden

Sa 05.10.2019 – Weinfelden.

 

Der EV BOMO bezwingt den Tabellennachbarn SC Weinfelden auswärts mit 3:8 und findet den Anschluss ans Mittelfeld. Das klare Resultat täuscht. Nach zwei ausgeglichenen Dritteln steht es noch 3:3. Dann aber drehen die Thunerinnen auf und die Ostschweizerinnen haben nichts mehr entgegenzusetzen. Die Matchwinnerinnen Laura Zimmermann und Jessica Ujcik lassen sich bei BOMO’s erstem Auswärtssieg je fünf Punkte gutschreiben.

 

Der EV BOMO Thun trat in Weinfelden erneut ohne die seit dem ersten Meisterschaftsspiel verletzte Tina Brand und ohne Partnerspielerinnen an. Gegenüber dem siegreichen Match gegen Reinach liess Trainer Kölliker in praktisch unveränderter Formation spielen. Nach dem ersten Scheibeneinwurf übernahm der SC Weinfelden das Spieldiktat. Der EV BOMO wirkte in dieser Phase statisch und wenig zwingend. «Wir sind zu wenig Schlittschuh gelaufen», meinte BOMO-Verteidigerin Tanja Hänggi zum verhaltenen Start ihres Teams. Aber es war an diesem Samstagabend dann trotzdem den Berner Oberländerinnen vorbehalten, das Score zu eröffnen. Laura Zimmermann markierte in der 7. Minute ihren ersten von drei Treffern auf Zuspiel von Jessica Ujcik.

 

Vorsprung zunächst aus der Hand gegeben

Der SC Weinfelden spielte nach dem frühen Rückstand weiter dominant und glich in der 11. Minute durch die Slovakin Rumanova aus. Diesen Dämpfer liess die gut harmonierende Linie mit Zimmermann, Saletta und Ujcik nicht auf sich sitzen. Nur drei Minuten später lag der EV BOMO wieder vorne. Wieder hatte Zimmermann getroffen, wieder auf Zuspiel von Ujcik. Und als dann nach der ersten Pause BOMO’s Italienerin Carola Saletta im Powerplay ihren ersten Treffer im Dress der Thunerinnen erzielte, war die Ausbeute schon fast optimal. Allerdings blieb das von Tanja Hänggi angesprochene läuferische Defizit gegenüber dem Gegner auch im zweiten Drittel weiterhin bestehen. Und es wirkte sich auch aus. Weinfeldens Slowenin Sara Confidenti stellte innert sechs Minuten mit einem Doppelpack den Gleichstand wieder her.

 

Im letzten Drittel alles klar gemacht

Man durfte also gespannt sein, auf welche Seite das Spiel im letzten Drittel kippen würde. Erfreulicherweise zeigte der EV BOMO im Vergleich zu den ersten Meisterschaftsspielen dieses Mal im letzten Spielabschnitt keine Schwächen. Was beispielsweise beim Startspiel in Lugano und zuhause gegen die ZSC Lions noch ein Problem war, nämlich schwere Beine und nachlassende Konzentration, schien in Weinfelden kein Thema zu sein. Im Gegenteil: Die Thunerinnen nutzten Disziplinlosigkeiten der Gastgeberinnen rigoros aus und überfuhren diese im letzten Drittel richtiggehend. Maskalova, Zimmermann, Saletta, Wieczorek und Ujcik sorgten für nicht weniger als fünf BOMO-Tore im letzten Drittel.

 

«Das Resultat sieht wohl etwas zu gut aus. Wir freuen uns über den ersten Sieg nach regulärer Spielzeit, aber wir haben sicher noch Luft nach oben», fasst Tanja Hänggi nach dem Spiel zusammen. Schon bald wird die Kölliker-Truppe nicht darum herumkommen, ihr ganzes Potential abzurufen. Am kommenden Samstag um 14.15 Uhr empfängt man im Grabengut nämlich niemand Geringeres als den souveränen und verlustpunktlosen Leader aus Lugano.

SC Weinfelden – EV BOMO Thun 3:8 (1:2; 2:1; 0:5). – Sa 05 10.2019, Weinfelden, Güttingersreuti, 25 Zuschauer. - Schiedsrichter: Boris Ehrbar, Markus Bächler. – Tore: 7. Zimmermann (Ujcik) 0:1, 11. Rumanova 1:1, 14. Zimmermann (Ujcik) 1:2, 23. Saletta (Maskalova, Zimmermann, Ausschluss Rumanova) 1:3, 29. Confidenti (Sigrist) 2:3, 35. Confidenti (Michielin, Sigrist, Ausschlüsse Maskalova, Ujcik und Trachsel) 3:3, 46. Maskalova (Ujcik, Zimmermann, Ausschluss Stejskal) 3:4, 50. Saletta (Wieczorek, Zimmermann, Ausschluss Confidenti) 3:5, 53. (52:28) Zimmermann (Ujcik) 3:6, 53. (52:57) Wieczorek 3:7, 56. Ujcik 3:8. – Strafen: 8x2 und 1x10 (Müller) gegen SC Weinfelden, 9x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Heim; Minder, Bittel; Hänggi T., Bregy; Schranz, Wieczorek, Maskalova; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Gerber, Spiess, Hänggi R.; abwesend: Brand (verletzt), Hunziker, Maurer (Nachwuchs)

 

 

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WORLD GIRLS’ ICE HOCKEY
WEEKEND

 

Sonntag, 6.10.2019   |  10.00 bis 12.00 Uhr

 

Kunsteisbahn Grabengut, Thun

Alle Girls jeden Alters sind eingeladen, mit Spielerinnen und Trainern
des EV BOMO Thun (Women’s League), das Eishockeyspiel
zu erfahren und zu erlernen.

 

Unter fachkundiger Leitung wird «gchneblet»!

 

 

Der EV BOMO Thun freut sich auf Deinen Besuch

Impressionen vom World Girls' Ice Hockey Weekend

So 06.10.2019 - Thun.

Die International Ice Hockey Federation führte am Wochenende vom 5./6.10.2019 weltweit Schnupperkurse für junge Mädchen durch. Beim Girls' Ice Hockey Weekend machte auch der EV BOMO Thun mit. Die BOMO-Kaderspie-lerinnen Andrea Schranz, Kamila Wieczorek, Viktoria Maskalova und Laura Zimmermann betätigten sich als fachkundige und geduldige Eishockey Lehrerinnen. Den Girls gefiel es. Wer weiss, vielleicht finden sich unter den Schnupperkandidatinnen von heute, die BOMO-Stars von morgen. 



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