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BOMO im Cup eine Runde weiter

Sa 02.11.2019 – Ambri TI.

 

Der EV BOMO Thun qualifiziert sich ohne Probleme für die Viertelfinals im Swiss Women’s Hockey Cup. Der HC Ambri-Piotta aus der Leistungsklasse C ist gegen die Berner Oberländerinnen chancenlos und verliert mit 3 zu 11.

Wirbelt schon bald mit dem Nationalteam: BOMO's Laura Zimmermann

Die Girls des HC Ambri-Piotta, ambitionierter und verlustpunktloser Leader der Leistungsklasse C, hatten sich viel vorgenommen gegen das favorisierte Thuner Team aus der obersten Spielklasse. In der letzten Saison standen die Tessinerinnen nach zwei Siegen gegen die höher klassierten SC Langenthal und EC Wil im Viertelfinal des Swiss Women’s Hockey Cup. Damit kam man eine Runde weiter als der heutige Gegner EV BOMO, der im Achtelfinal an den Brandis Ladies gescheitert war.

 

Überraschung bleibt aus

Doch die Überraschung in der Leventina blieb aus. Der Klassenunterschied war zu gross. Der EV BOMO führte zur ersten Drittelspause mit 6 zu 1, womit das Spiel bereits entschieden war. Die Berner Oberländerinnen, in deren Reihen zum ersten Mal die frühere Nationalspielerin Céline Abgottspon stand, mussten kein überragendes Spiel zeigen. «Wir waren zwar besser, haben uns aber zu stark dem Gegner angepasst und waren wenig konsequent», meinte Laura Zimmermann nach dem Spiel. «Das wichtigste ist, dass wir die nächste Runde erreicht haben». Die BOMO-Torjägerin fährt in der kommenden Woche mit dem Nationalteam ans Vierländerturnier im russischen Dimitrov.

 

Gegen Ambri-Piotta trugen sich Brand, Schranz, Wieczorek und Zimmermann mit je zwei Treffern in die Torschützen-Liste ein. Die weiteren Thuner Treffer erzielten die Debütantin Abgottspon sowie Maskalova und Rahel Hänggi. 

 

 

HC Ambri-Piotta Girls – EV BOMO Thun 3:11 (1:6; 1:3, 1:2). – Sa 02.11.2019, Ambri TI, Pista la Valascia, 30 Zuschauer. – Schiedsrichter: Fabio Ferraro, Diogo Foresti. – Tore: 2. (1:08) Schranz (Ujcik) 0:1, 3. (2:28) Wieczorek 0:2, 8. Niccolai (Zani) 1:2, 8. (7:59) Hänggi Rahel 1:3, 9. (8:41) Maskalova (Wieczorek) 1:4, 12. Schranz (Zimmermann, Ujcik) 1:5, 16. Wieczorek (Brand) 1:6, 27. (26:10) Brand (Ujcik, Ausschluss Abgottspon!) 1:7, 27. (26:42) Abgottspon (Brand, Ujcik) 1:8, 39. Brand (Schranz) 1:9, 40. Roccella (Montalbetti) 2:9, 45. Roccella (Abatangelo) 3:9, 46. Zimmermann (Schranz) 3:10, 52. Zimmermann (Schranz) 3:11. – Strafen: 2x2 gegen HC Ambri-Piotta Girls, 4x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Spies, Wagner; Minder S., Bittel, Bregy; Abgottspon, Hänggi T; Maskalova, Wieczorek, Brand; Ujcik, Schranz, Zimmermann; Gerber, Spiess; Hänggi R.; abwesend: Heim (3. Liga), Saletta (Nationalteam Italien), Hunziker (Nachwuchs).

 

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Zu spät erwacht

So 27.10.2019 – Reinach.

 

Der EV BOMO kann die Überraschung vom Hinspiel gegen den zweitplatzierten SC Reinach nicht wiederholen. Die Hypothek von vier nicht zwingenden Gegentreffern in den ersten zwei Dritteln wiegt zu schwer. Obwohl die Thunerinnen im letzten Drittel powern und den Gegner permanent in die Defensive drängen, resultieren nur ein Tor und zwei Treffer an die Torumrandung. Ein zu geringer Lohn für viel Aufwand. Der SC Reinach gewinnt das Spiel mit 4:1.

Auf das Spielgeschehen fokussiert: BOMO-Verteidigerin Tanja Hänggi

Ungewohntes Line-Up

Dass das Auswärtsspiel beim SC Reinach ein hartes Stück Arbeit werden dürfte, war Koebi Kölliker sehr wohl bewusst. Weil Stamm-Torhüterin Sandra Heim sowie Carola Saletta, Liv Hunziker und Maureen Bittel fehlten, bot der Thuner Trainer die mit einer B-Lizenz ausgestatteten Sina Bachmann, Mara Frey, Nadja Gäggeler und Stephanie Lehner vom Partnerclub SC Langenthal auf. Und das Tor wurde von Caroline Spies gehütet.

 

Start verschlafen

Die Baselbieterin bekam schon früh Gelegenheit sich auszuzeichnen. Die Reinacherinnen begannen nämlich druckvoll und gingen fast folgerichtig in der 7. Minute durch Chelsea Bräm in Führung.

BOMO wirkte in dieser Phase noch verhalten und unsortiert. Man schien sich in der ungewohnten Aufstellung zuerst noch finden zu müssen. Auch das zweite Tor der Aargauerinnen in der 13. Minute schien nicht zwingend. Caroline Spies liess sich von einem Backhand-Schuss der Reinach-Stürmerin Waser überraschen. Nach und nach steigerten sich die Berner Oberländerinnen und kamen zu guten Chancen. Doch diese wurden allesamt vergeben. Insbesondere im zweiten boten sich dem EV BOMO mehrere Gelegenheiten, den Anschlusstreffer zu erzielen. Die Tore fielen stattdessen auf der Gegenseite. Die Reinacherinnen waren kaltblütiger und hatten bei ihren Schüssen auch Glück. Nach 40 Minuten stand es nach Toren von Fischer und Raschelle Bräm bereits 4 zu 0 für die Einheimischen.

 

Steigerungslauf

Erst im letzten Drittel zeigten die Thunerinnen, was sie spielerisch drauf haben. Jetzt lief die Scheibe plötzlich. Die Pässe fanden die Mitspielerinnen und der SC Reinach war nun mehrheitlich unter Druck. Der Powerplay-Treffer von Viktoria Maskalova in der 41. Minute nach einem ungenügend abgewehrten Schuss von der blauen Linie brachte die Hoffnung zurück. BOMO drückte und erspielte sich mehrere hochkarätige Chancen. Aber mehr als zwei Treffer an die Torumrandung schaute trotzdem nicht heraus. «Wir haben uns nach verschlafenem Start kontinuierlich gesteigert», meinte Jessica Ujcik nach dem Spiel, «aber wir hätten einfach mehr Tore erzielen müssen. Mit nur einem Tor kann man nicht gewinnen. Zumindest nehmen wir aus Reinach ein gutes letztes Drittel mit in das schwierige Cup-Spiel in Ambri-Piotta.»

 

 

SC Reinach – EV BOMO Thun 4:1 (2:0; 2:0, 0:1). – So 27 10.2019, Reinach, KEB Oberwynental, 63 Zuschauer. - Schiedsrichter: Tim Fischer, Patrick Jost. – Tore: 7. Chelsea Bräm 1:0, 13. Waser 2:0, 23. Fischer (Kleeb) 3:0, 26. Raschelle Bräm (Hofstetter) 4:0, 41. Maskalova (Ausschluss Lutz) 4:1. – Strafen: 2x2 gegen SC Reinach, 1x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Spies; Minder S., Hänggi T; Lehner, Bachmann; Bregy, Hänggi R.; Maskalova, Wieczorek, Gäggeler; Ujcik, Zimmermann, Frey; Gerber, Schranz, Brand, Spiess; abwesend: Heim (3. Liga), Saletta (Ausbildung), Bittel, Hunziker (Nachwuchs).

 

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BOMO siegt erstmals in Zürich

So 13.10.2019 – Zürich.

 

Der EV BOMO Thun siegt zum ersten Mal auswärts beim Titel-Anwärter ZSC Lions. Eine überragende Sandra Heim im Tor sowie eine gehörige Portion Kaltblütigkeit geben den Ausschlag. In der umkämpften Partie gehen die Zürcherinnen nur zwei Minuten vor dem Schlusspfiff erstmals in Führung. Doch BOMO steckt nicht auf. Eine Minute und 14 Sekunden vor Schluss fällt tatsächlich der Ausgleich. Und man setzt gleich nach. In Überzahl gelingt 20 Sekunden vor Schluss gar der Siegtreffer – zum grossen Jubel des Teams und der mitgereisten Fans.

 

Der EV BOMO Thun blickt mit gestärktem Selbstvertrauen auf die schwierige Doppelrunde vom vergangenen Wochenende zurück. Aus den beiden Partien gegen die Liga-Schwergewichte Ladies Lugano und ZSC Lions resultierten letztlich drei Punkte. Die beiden Partien und insbesondere die Art und Weise wie man in Zürich reüssierte zeigen auf, dass die Thunerinnen jeden Gegner in dieser Liga schlagen können.

 

Frühe Führung

Im schmucken Stadion Heuried in Zürich gelang den Thunerinnen der Auftakt optimal. Bereits in der fünften Minute scorte Carola Saletta zum Erstaunen der erfolgsverwöhnten ZSC-Fans für die Gäste, indem sie ein mustergültiges Zuspiel von Jessica Ujcik verwertete. Dann aber besannen sich die Favoritinnen aus Zürich auf ihre zweifellos vorhandenen Stärken und erhöhten den Druck auf das BOMO-Gehäuse. Vier Minuten nach der Thuner Führung glich Isabel Waidacher auf Pass ihrer Nationalmannschafts-Kollegin Dominique Rüegg die Partie wieder aus. Danach blieben die Zürcherinnen zwar am Drücker, scheiterten jedoch Mal für Mal an der überragend spielenden BOMO-Hüterin Sandra Heim. Und als sich Rüegg kurz vor der Pause einmal wuchtig durchtankte rettete der Pfosten für die Oberländerinnen.

 

Kaltblütige Ujcik

Trotz der optischen Dominanz und der höheren Passgenauigkeit der Zürcherinnen hatte der EV BOMO auch im zweiten Durchgang seine Chancen. Eine davon – ein Fehlpass-Geschenk der Zürcher-Verteidigerinnen an der blauen Linie – nutzte Jessica Ujcik in der 30. Spielminute zur erneuten Führung aus. Ihrem Rush über das ganze Eisfeld konnten die in der Vorwärtsbewegung überraschten Züricherinnen nicht folgen und Goalie Baldin war gegen die gekonnte Körpertäuschung der deutschen Topskorerin machtlos. In der Folge wirkten die Favoritinnen doch etwas geschockt und mussten den Gästen aus dem Berner Oberland einige hochkarätige Möglichkeiten zugestehen, insbesondere als diese auch noch in Überzahl agieren konnten. Dann aber wurde Liv Hunziker wegen hohem Stock für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt und die Lions nutzten ihr Powerplay in der 36. Minute zum Ausgleich. Lara Christens Schuss von der blauen Linie fand den Weg zwischen zwei BOMO-Verteidigerinnen hindurch ins Tor. Sandra Heim hatte aufgrund verdeckter Sicht keine Abwehrchance.

 

Dramatische Schlussphase

So stand es auch nach 40 Minuten nach wie vor unentschieden. Und BOMO startete gut ins letzte Drittel. In der 44. Minute luchste das aggressiv forecheckende Duo Maslakova und Wieczorek den Züricherinnen die Scheibe ab und spielten mit einer sehenswerten Kombination die freistehende Andrea Schranz vor dem Tor an. Doch die französische Nationaltorhüterin Caroline Baldin machte diese 100-prozentige Chance des BOMO Captains mit einer mirakulösen Parade zunichte. Nicht minder mirakulös wehrte auf der anderen Seite Sandra Heim in der 53. und 54. Minute zwei Top-Möglichkeiten der Löwinnen ab. Bei den mitgereisten BOMO-Fans keimte langsam die Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. Doch diese Hoffnung wurde zwei Minuten vor Spielende durch einen schnell vorgetragenen und erfolgreich abgeschlossenen Angriff der ZSC Lions jäh ins Gegenteil verkehrt. Sollte der späte Treffer von Schlegel den EV BOMO um die Früchte eines aufopferungsvoll geführten Kampfs bringen? Man musste es befürchten.

 

Koebi Kölliker nahm umgehend sein Time Out und erläuterte seinen Spielerinnen, dass die Partie noch keineswegs verloren ist. Seine besten Kräfte sollten sich nach dem Wiederanspiel in der Zone des Gegners festsetzen und die Scheibe aufs Zürcher Tor bringen. Und der Ausgleich fiel tatsächlich. Jessica Ujcik, die in diesem Spiel an jedem BOMO Treffer beteiligt war, drückte ein Zuspiel von Saletta und Maskalova über die Linie. Auf der Matchuhr waren zu diesem Zeitpunkt noch 1:14 zu spielen. In den folgenden Sekunden wirkten die Zürcherinnen fahrig und kamen sofort wieder unter Druck. Prompt handelte sich Isabel Waidacher eine Strafe wegen Stockschlags ein. Es war die eine Strafe zuviel für die ZSC Lions, denn das Powerplay brachte die späte Entscheidung zugunsten des EV BOMO Thun. Während vor Baldins Tor viel Verkehr herrschte drückte Kamila Wieczorek von der blauen Linie ab und der Flachschuss fand 20 Sekunden vor der Sirene den Weg ins Zürcher Tor. Die Berner Oberländerinnen haben damit innert weniger als einer Minute ein Spiel gedreht, das schon unglücklich verloren schien. Nach dem Sirenenton war die Freude der Spielerinnen über den ersten Auswärtssieg in Zürich seit dem Aufstieg im Jahr 2006 entsprechend gross. 

 

ZSC Lions – EV BOMO Thun 3:4 (1:1; 1:1; 1:2). – So 13 10.2019, Zürich, Heuried, 92 Zuschauer. - Schiedsrichter: Dominic Müller, Marco Zambonin. – Tore: 5. Saletta (Ujcik) 0:1, 9. Waidacher I. (Rüegg) 1:1, 30. Ujcik 1:2, 36. Christen (Rüegg, Ausschluss Hunziker) 2:2, 59. (58:01) Schlegel (Christen, Waidacher I.) 3:2, 59. (58:46) Ujcik (Maskalova, Saletta) 3:3, 60. (59:40) Wieczorek (Ujcik, Ausschluss Waidacher I.) 3:4. – Strafen: 3x2 gegen ZSC Lions, 4x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Heim, Aeschlimann; Minder S., Bittel; Hänggi T., Hunziker, Bregy; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Wieczorek, Maskalova; Schranz; Gerber, Spiess, Hänggi R.; abwesend: Brand (verletzt), Maurer (Nachwuchs).

 

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Wieder nahe dran am Leader - wieder den Kürzeren gezogen

Sa 12.10.2019 – Thun.

 

Der EV BOMO ist am Samstag nahe dran am Punktgewinn gegen den verlustpunktlosen Leader aus Lugano. Aber gereicht hat es trotzdem nicht. Die Favoritinnen aus dem Südtessin gewinnen das Spiel mit 3:1. Den Berner Oberländerinnen bleibt die Gewissheit, dass man auf Augenhöhe mit den Grossen spielen kann.

 

Kurz-Interview mit BOMO-Verteidigerin Simone Minder

 

EV BOMO Thun – HC Ladies Lugano 1:3 (1:0; 0:2; 0:1). – Sa 12 10.2019, Thun, Grabengut, 66 Zuschauer. - Schiedsrichter: Michaela Matejova, Marco Zürcher. – Tore: 2. Maskalova (Ujcik, Zimmermann, Auschluss Bullo) 1:0, 29. Ryser (Bullo, Muraro) 1:1, 33. Gianettoni (Staenz, Bullo, Ausschluss Wieczorek) 1:2, 52. Staenz (Eggimann) 1:3. – Strafen: 8x2 gegen EV BOMO Thun, 2x2 Minuten gegen HC Ladies Lugano – EV BOMO Thun: Heim, Wagner; Minder S., Bittel; Hänggi T., Bregy; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Wieczorek, Maskalova; Schranz; Gerber, Spiess, Hänggi R.; abwesend: Brand (verletzt), Hunziker, Maurer (Nachwuchs).

 

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Klarer Sieg in Weinfelden

Sa 05.10.2019 – Weinfelden.

 

Der EV BOMO bezwingt den Tabellennachbarn SC Weinfelden auswärts mit 3:8 und findet den Anschluss ans Mittelfeld. Das klare Resultat täuscht. Nach zwei ausgeglichenen Dritteln steht es noch 3:3. Dann aber drehen die Thunerinnen auf und die Ostschweizerinnen haben nichts mehr entgegenzusetzen. Die Matchwinnerinnen Laura Zimmermann und Jessica Ujcik lassen sich bei BOMO’s erstem Auswärtssieg je fünf Punkte gutschreiben.

 

Der EV BOMO Thun trat in Weinfelden erneut ohne die seit dem ersten Meisterschaftsspiel verletzte Tina Brand und ohne Partnerspielerinnen an. Gegenüber dem siegreichen Match gegen Reinach liess Trainer Kölliker in praktisch unveränderter Formation spielen. Nach dem ersten Scheibeneinwurf übernahm der SC Weinfelden das Spieldiktat. Der EV BOMO wirkte in dieser Phase statisch und wenig zwingend. «Wir sind zu wenig Schlittschuh gelaufen», meinte BOMO-Verteidigerin Tanja Hänggi zum verhaltenen Start ihres Teams. Aber es war an diesem Samstagabend dann trotzdem den Berner Oberländerinnen vorbehalten, das Score zu eröffnen. Laura Zimmermann markierte in der 7. Minute ihren ersten von drei Treffern auf Zuspiel von Jessica Ujcik.

 

Vorsprung zunächst aus der Hand gegeben

Der SC Weinfelden spielte nach dem frühen Rückstand weiter dominant und glich in der 11. Minute durch die Slovakin Rumanova aus. Diesen Dämpfer liess die gut harmonierende Linie mit Zimmermann, Saletta und Ujcik nicht auf sich sitzen. Nur drei Minuten später lag der EV BOMO wieder vorne. Wieder hatte Zimmermann getroffen, wieder auf Zuspiel von Ujcik. Und als dann nach der ersten Pause BOMO’s Italienerin Carola Saletta im Powerplay ihren ersten Treffer im Dress der Thunerinnen erzielte, war die Ausbeute schon fast optimal. Allerdings blieb das von Tanja Hänggi angesprochene läuferische Defizit gegenüber dem Gegner auch im zweiten Drittel weiterhin bestehen. Und es wirkte sich auch aus. Weinfeldens Slowenin Sara Confidenti stellte innert sechs Minuten mit einem Doppelpack den Gleichstand wieder her.

 

Im letzten Drittel alles klar gemacht

Man durfte also gespannt sein, auf welche Seite das Spiel im letzten Drittel kippen würde. Erfreulicherweise zeigte der EV BOMO im Vergleich zu den ersten Meisterschaftsspielen dieses Mal im letzten Spielabschnitt keine Schwächen. Was beispielsweise beim Startspiel in Lugano und zuhause gegen die ZSC Lions noch ein Problem war, nämlich schwere Beine und nachlassende Konzentration, schien in Weinfelden kein Thema zu sein. Im Gegenteil: Die Thunerinnen nutzten Disziplinlosigkeiten der Gastgeberinnen rigoros aus und überfuhren diese im letzten Drittel richtiggehend. Maskalova, Zimmermann, Saletta, Wieczorek und Ujcik sorgten für nicht weniger als fünf BOMO-Tore im letzten Drittel.

 

«Das Resultat sieht wohl etwas zu gut aus. Wir freuen uns über den ersten Sieg nach regulärer Spielzeit, aber wir haben sicher noch Luft nach oben», fasst Tanja Hänggi nach dem Spiel zusammen. Schon bald wird die Kölliker-Truppe nicht darum herumkommen, ihr ganzes Potential abzurufen. Am kommenden Samstag um 14.15 Uhr empfängt man im Grabengut nämlich niemand Geringeres als den souveränen und verlustpunktlosen Leader aus Lugano.

SC Weinfelden – EV BOMO Thun 3:8 (1:2; 2:1; 0:5). – Sa 05 10.2019, Weinfelden, Güttingersreuti, 25 Zuschauer. - Schiedsrichter: Boris Ehrbar, Markus Bächler. – Tore: 7. Zimmermann (Ujcik) 0:1, 11. Rumanova 1:1, 14. Zimmermann (Ujcik) 1:2, 23. Saletta (Maskalova, Zimmermann, Ausschluss Rumanova) 1:3, 29. Confidenti (Sigrist) 2:3, 35. Confidenti (Michielin, Sigrist, Ausschlüsse Maskalova, Ujcik und Trachsel) 3:3, 46. Maskalova (Ujcik, Zimmermann, Ausschluss Stejskal) 3:4, 50. Saletta (Wieczorek, Zimmermann, Ausschluss Confidenti) 3:5, 53. (52:28) Zimmermann (Ujcik) 3:6, 53. (52:57) Wieczorek 3:7, 56. Ujcik 3:8. – Strafen: 8x2 und 1x10 (Müller) gegen SC Weinfelden, 9x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Heim; Minder, Bittel; Hänggi T., Bregy; Schranz, Wieczorek, Maskalova; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Gerber, Spiess, Hänggi R.; abwesend: Brand (verletzt), Hunziker, Maurer (Nachwuchs)

 

 

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WORLD GIRLS’ ICE HOCKEY
WEEKEND

 

Sonntag, 6.10.2019   |  10.00 bis 12.00 Uhr

 

Kunsteisbahn Grabengut, Thun

Alle Girls jeden Alters sind eingeladen, mit Spielerinnen und Trainern
des EV BOMO Thun (Women’s League), das Eishockeyspiel
zu erfahren und zu erlernen.

 

Unter fachkundiger Leitung wird «gchneblet»!

 

 

Der EV BOMO Thun freut sich auf Deinen Besuch

Impressionen vom World Girls' Ice Hockey Weekend

So 06.10.2019 - Thun.

Die International Ice Hockey Federation führte am Wochenende vom 5./6.10.2019 weltweit Schnupperkurse für junge Mädchen durch. Beim Girls' Ice Hockey Weekend machte auch der EV BOMO Thun mit. Die BOMO-Kaderspie-lerinnen Andrea Schranz, Kamila Wieczorek, Viktoria Maskalova und Laura Zimmermann betätigten sich als fachkundige und geduldige Eishockey Lehrerinnen. Den Girls gefiel es. Wer weiss, vielleicht finden sich unter den Schnupperkandidatinnen von heute, die BOMO-Stars von morgen. 



BOMO schlägt den SC Reinach im Penaltyschiessen

So 29.09.2019 – Thun.

 

Man durfte gespannt sein, wie der EV BOMO das Negativ-Erlebnis der samstäglichen Niederlage in Neuenburg verdaut. Dazu blieb nicht viel Zeit, weil das Team die erste Doppelrunde der Saison zu absolvieren hatte. Im Grabengut empfing man am Sonntag den zweitplatzierten SC Reinach. Die Thunerinnen zeigten gegen die favorisierten Aargauerinnen eine beherzte Leistung und gewannen verdient nach Penaltyschiessen.

 

Koebi Kölliker hat mit seinen Thuner Eishockey-Frauen die ersten zwei Punkte der laufenden Meisterschaft in der Swiss Women’s League ins Trockene gebracht. Und das verdient. Gegen den ambitionierten und mit etlichen aktuellen und früheren Nationalspielerinnen besetzten SC Reinach wäre sogar ein Sieg in der regulären Spielzeit möglich gewesen. Dies nachdem man zunächst einen frühen Zweitore-Rückstand aufholen musste und zu Beginn des zweiten Drittels noch einmal in Rückstand geriet.

 

Verbessertes Powerplay …

Eine Erklärung für den nach dem Neuenburger Dämpfer eher überraschenden Sieg gegen den Favoriten liegt zum einen im Powerplay, wie Sandra Heim nach dem Spiel analysierte. «Zwei von sechs Chancen konnten wir dieses Mal nutzen». Beide Powerplay-Tore erzielte Laura Zimmermann. Zunächst kurz vor dem ersten Pausentee den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2, wobei sich Viktoria Maskalova und Jessica Ujcik je einen Assistpunkt gutschreiben liessen. Und die wirblige Zimmermann schoss in der 28. Minute in Überzahl auf Zuspiel von Carola Saletta auch den Ausgleichstreffer zum 3:3. Dazwischen hatten Ujcik in der 22. Minute den Thuner Ausgleich zum 2:2 markiert (Zuspiel Saletta) und Raselli drei Minuten später für die Reinacher erneut vorgelegt.

 

… und zwei Shorthander

Zum andern hatte der EV BOMO Kamila Wieczorek in seinen Reihen. Am Vortag noch Unglücksrabe in Neuenburg, rehabilitierte sich die Polin mit zwei Shorthandern. Einmal nach Durchbruch in der 34. Minute zur erstmaligen Führung (4:3) der Berner Oberländerinnen und ein zweites Mal in der 51. Minute zum 5:4. Dieses Mal konnten die Aargauerinnen die Scharte jedoch auswetzen, indem Enzler noch im selben Powerplay den erneuten Ausgleich erzielte. Danach gelang keinem Team mehr ein Treffer, auch in der Verlängerung nicht, in welchem die Thunerinnen nach Strafe gegen Jessica Ujcik noch fast zwei Minuten in Unterzahl spielen mussten. So musste schliesslich das Penaltyschiessen die Entscheidung bringen. Und hier wehrte BOMO-Hüterin Sandra Heim vier der fünf Reinacher Versuche ab. Währenddessen sicherten Viktoria Maskalova und Kamila Wieczorek mit ihren erfolgreichen Penalty-Schüssen den Berner Oberländerinnen den verdienten Sieg und die ersten beiden Punkte. 

 

Kurz-Interview mit BOMO-Torhüterin Sandra Heim

 

EV BOMO Thun – SC Reinach 6:5 n.P. (1:2; 3:1; 1:2; 1:0). – Sa 29.09.2019, Thun, Grabengut, 38 Zuschauer. - Schiedsrichter: Michaela Matejova, Remo Hofer. – Tore: 4. Raselli (Müller) 0:1, 17. Enzler (Waser) 0:2, 19. Zimmermann (Maskalova, Ujcik, Ausschluss Raselli) 1:2, 22. Ujcik (Saletta) 2:2, 25. Raselli (Marty) 2:3, 28. Zimmermann (Saletta, Ausschluss Raselli) 3:3, 34. Wieczorek (Ausschluss Hänggi T.!) 4:3, 44. Waser (Enzler) 4:4, 51. (50:39) Wieczorek (Minder S., Ausschluss Hänggi T.!) 5:4, 52. (51:45) Enzler (Hofstetter, Ausschluss Hänggi T.) 5:5. – Penaltyschiessen: EV BOMO (gegen Laura de Bastiani): Maskalova +, Wieczorek +, Zimmermann 0, Schranz 0; SC Reinach (gegen Sandra Heim): Enzler +, Raselli 0, Ryhner 0, Marty 0, Thalmann 0. – Strafen: 5x2 gegen EV BOMO Thun, 6x2 Minuten gegen SC Reinach – EV BOMO Thun: Heim; Minder, Hunziker; Hänggi T., Bregy, Bittel; Schranz, Wieczorek, Maskalova; Ujcik, Saletta, Zimmermann; Gerber, Spiess, Hänggi R. 

 

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Bittere Niederlage in Neuenburg

Sa 28.09.2019 – Neuchâtel.

 

Der EV BOMO Thun wartet weiter auf die ersten Punkte in der noch jungen Meisterschaft. Am Samstag gegen die Neuchâtel Hockey Academy fehlte wenig. Aber statt drei Minuten vor Schluss den energisch anvisierten Siegtreffer im Powerplay zu erzielen, liess man einen Shorthander zu. Ganz bitter für die Thunerinnen, die erfahren mussten, dass Fehler auf diesem Niveau hart bestraft werden.

Wieder nicht: Die BOMO-Spielerinnen Jessica Ujcik (links) und Nadja Gäggeler scheitern ein weiteres Mal an der vereinigten Academy-Abwehr.

Über dem Neuenburger-See schien die milde Herbstsonne als an diesem Samstag-Nachmittag die Women’s League Partie Neuchâtel Hockey Academy gegen den EV BOMO Thun angepfiffen wurde. Kaum jemand unter den vielen flanierenden Spaziergängern ahnte, welch ein Abnützungskampf in der grossen Halle der Patinoire du Littoral zwischen den beiden Teams entbrannte. Es war kein berauschendes Spiel, das sich unter den Augen von Neo-Nationaltrainer Colin Muller und seiner Vorgängerin Daniela Diaz entwickelte.

 

EV BOMO mit vier Partnerclub-Spielerinnen

Die Neuenburgerinnen gingen wenig zwingend bereits in der dritten Spielminute durch die Ex-Thunerin Emma Ingold in Führung. Die BOMO-Spielerinnen brauchten einige Zeit, um sich von diesem Gegentreffer zu erholen. Erst gegen Ende des ersten Drittels gelang den mit vier Spielerinnen des Partnerteams SC Langenthal angetretenen Oberländerinnen den Gegner zeitweise unter Druck zu setzen. Die SCL-Leihgaben Sina Bachmann, Nadja Gäggeler, Stephanie Lehner und Nadja Minder hielten sich gut und brachten zusätzliche Variation ins Spiel der Thunerinnen. Diese konnten sich im zweiten Drittel weiter steigern, mussten sich aber bis zur 34. Minute in Geduld üben. Mit ihrem Ausgleichstreffer nach einem schnellen Vorstoss sollte die Topscorerin Kamila Wieczorek den Thuner Knoten endlich lösen – dachte man. Aber es kam anders. Die Angriffe des EV BOMO rissen zwar auch im dritten Spielabschnitt nicht ab. Aber abgesehen von einem Pfostenknaller von Maskalova schaute nichts Zählbares heraus.

 

Viel riskiert, alles verloren

Dann sprachen die Schiedsrichter in der 58. Minute die erste und einzige Strafe gegen die Neuenburgerinnen aus. Nicole Andenmatten – auch sie eine Ex-Thunerin – musste wegen Beinstellen in die Kühlbox. Trainer Kölliker setzte nun alles auf eine Karte, um die ersten drei Meisterschafts-Punkte ins Trockene zu bringen. Er nahm sein Time Out, um die zuvor eingesetzte Top-Linie verschnaufen zu lassen und um den Spielerinnen die Powerplay-Taktik zu erläutern. Mit vier ausländischen Stürmerinnen und einer gelernten Verteidigerin wurde der Siegtreffer energisch angestrebt. Doch dann passierte das Missgeschick. Kamila Wieczorek verlor an der blauen Linie die Scheibe und Studentova brach durch, bediente Emma Ingold und diese erzielte gegen die machtlose Sandra Heim den vielumjubelten Shorthander. Obschon immer noch in Überzahl, gelang den Thunerinnen in der Folge der Ausgleich nicht mehr. Stattdessen kassierte man eine Niederlage der ganz bitteren Sorte.

 

Fotos zum Spiel

 

Neuchâtel Hockey Academy – EV BOMO Thun 2:1 (1:0; 0:1; 1:0). – Sa 28.09.2019, Neuchâtel, Patinoires du Littoral, 30 Zuschauer. – Schiedsrichter: Alan Singele, José Werro. – Tore: 3. Ingold E. (Studentova) 1:0, 34. Wieczorek 1:1, 58. Ingold E. (Studentova, Ausschluss Andenmatten!) 2:1. – Strafen: 1x2 gegen Neuchâtel Hockey Academy, 2x2 Minuten gegen EV BOMO Thun, 2x2 Minuten gegen ZSC Lions – EV BOMO Thun: Heim; Lehner, Minder N.; Bachmann, Minder S.; Hänggi T., Hunziker; Maskalova, Saletta; Wieczorek; Gäggeler; Schranz, Ujcik; Gerber, Spiess, Hänggi R., Bregy. 

 

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Missglückte Heimpremiere

Sa 21.09.2019 – Thun. 

 

Nach der knappen Auftaktniederlage beim Meisterschaftsfavoriten Lugano war man gespannt auf den ersten Meisterschafts-Auftritt des EV BOMO im Thuner Grabengut. Doch die Hoffnungen auf eine Überraschung gegen die ZSC Lions wurden nicht erfüllt. Nach zwei ebenbürtigen Dritteln brachten sich die Thunerinnen mit Fehlern und Strafen um die Früchte ihrer Arbeit. Die routinierten Züricherinnen liessen sich nicht zweimal bitten und siegten 9:4. 

 

Zwei Drittel lang konnten die Thunerinnen mithalten. Andrea Schranz eröffnete das Score auf Pass von Laura Zimmermann bereits in der 7. Minute. Doch die Lions reagierten und gingen nach zwei Powerplay-Toren von Rüegg und Scheurer ihrerseits mit einem Tor Vorsprung in die erste Drittelspause. Kurz nach Wiederanpfiff konnte Kamila Wieczorek das Spiel ausgleichen. Dann zogen die Züricherinnen jedoch mit einem Doppelschlag auf 2:4 davon. Rüegg, die man an diesem Abend nie richtig kontrollieren konnte, bezwang in der 30. Minute die Thuner Torhüterin Saskia Maurer erneut und nur zwei Minuten später doppelte Baechler nach.  

 

Nach dem Ausgleich eingebrochen 

 

Aber der EV BOMO war zu diesem Zeitpunkt nicht geschlagen – noch nicht. Keine halbe Minute nach dem vermeintlich vorentscheidenden Zwei-Tore-Rückstand brachte Viktoria Maskalova mit ihrem Treffer die Hoffnung zurück. Und siehe da, die Berner Oberländerinnen, für die mittlerweile Sandra Heim den Kasten hütete, glichen in der 38. Minute in Überzahl durch Laura Zimmermann aus. Schade nur, dass man das Remis nicht mit in die Pause nehmen konnte. In der 40. Minute nutzte erneut Rüegg ein Powerplay und brachte die Züricherinnen von Neuem in Führung. 

 

Die Thunerinnen suchten in der Folge vehement den Ausgleichstreffer. Aber dieser fiel nicht. Stattdessen machte Nationalspielerin Dominique Rüegg 11 Minuten vor Schluss mit ihrem vierten Treffer alles klar. Der EV BOMO brach in der Folge ein und kassierte aufgrund von Fehlern und Strafen noch drei weitere Treffer. Die deutliche Niederlage widerspiegelt zwar die wahren Kräfteverhältnisse nicht wirklich. Aber das nützt dem EV BOMO nichts. Die drei Punkte aus dem ersten Heimspiel gehen nach Zürich. 

 

EV BOMO Thun – ZSC Lions 4:9 (1:2; 3:3; 0:4). – Sa 21.09.2019, Thun, Grabengut, 49 Zuschauer. - Schiedsrichter: Joel-Fabian Lustenberger, Laurent Oberson. – Tore: 7. Schranz (Zimmermann) 1:0, 9. Rüegg (Christen, Ausschluss Spiess) 1:1, 16. Scheurer (Lasis, Ausschluss Minder S.) 1:2, 22. Wieczorek (Maskalova, Ujcik) 2:2, 30. Rüegg 2:3, 32. Baechler (Waidacher I., Rüegg) 2:4, 33. Maskalova (Ujcik) 3:4, 37. Zimmermann (Auschluss Hauser) 4:4, 40. Rüegg (Christen, Waidacher N., Ausschluss Wieczorek) 4:5, 49. Rüegg (Waidacher N., Waidacher I.) 4:6, 58. (57:11) Waidacher N. (Rüegg, Grascher) 4:7, 58. (57:45) Zimmermann (Marti) 4:8, 60. Schlegel (Zimmermann, Ausschlüsse Hänggi T. und Hänggi R.) 4:9. – Strafen: 8x2 und 1x10 Minuten (Hänggi T.) gegen EV BOMO Thun, 2x2 Minuten gegen ZSC Lions – EV BOMO Thun: Maurer, Heim; Minder S., Hunziker; Hänggi R., Hänggi T.; Schranz, Saletta, Zimmermann; Ujcik, Wieczorek, Maskalova; Bregy, Spiess, Gerber.

 

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Knappe Auftaktniederlage beim Meister

Sa 14.09.2019 – Lugano.

 

Der EV BOMO Thun startet mit einer 3:5 Auswärts-Niederlage beim Schweizer Meister Lugano in die neue Saison. Die Thunerinnen konnten die Partie bis zwei Minuten vor Schluss offen halten und lagen zwischenzeitlich sogar in Führung. Am Ende machte Luganos Paradelinie den Unterschied.

Der Start in die Saison 2019/20 hält für die Berner Oberländer Eishockey Frauen ein happiges Programm bereit. Zum Auftakt gab’s die lange Reise in den Südtessin zum amtierenden Schweizer Meister Ladies Lugano. Und in der zweiten Runde empfängt die Kölliker-Truppe am kommenden Samstag die ZSC Lions, den anderen grossen Meisterschaftsfavoriten. In den vergangenen Saisons gab es für die Thunerinnen gegen diese Liga-Schwergewichte jeweils (fast) nichts zu holen.

 

Unbeeindruckte Thunerinnen

In Lugano sah man von Beginn an ein BOMO-Team, das von Trainer Kölliker offensichtlich gut auf den Gegner eingestellt wurde. Die Luganesi gingen in der 11. Minute standesgemäss durch Nationalspielerin Phoebe Staenz in Führung. Aber die Thunerinnen zeigten sich unbeeindruckt und die beiden kurz vor dem Meisterschaftstart zum EV BOMO transfe-rierten Stürmerinnen Viktoria Maskalova (SVK) und Kamila Wieczorek (POL) schossen den Underdog vor dem ersten Pausentee in Führung. Zuerst skorte Maskalova in der 16. Minute auf Pass von Wieczorek. Nur drei Minuten später war es genau umgekehrt, als die Polin ein Zuspiel ihrer slovakischen Mitspielerin verwertete. Spätestens zu diesem Zeitpunkt merkten die gut 100 Zuschauer in der Cornèr Arena, dass es für den Schweizer Meister kein Spaziergang wird.

Torhungrig: BOMO-Neuverpflichtungen Viktoria Maskalova (SVK) und Kamila Wieczorek (POL).


Im zweiten Durchgang verlief das Spiel weiter ausgeglichen. Staenz glich zwar in der 24. Minute die Partie mit ihrem zweiten Treffer wieder aus. Aber nach Eggimann’s Führungstreffer für das Heimteam benötigte BOMO weniger als eine Minute, um erneut den Gleichstand herzustellen. Jessica Ujcik erzielte den Treffer auf Zuspiel von Viktoria Maskalova in sehenswerter Manier.

 

Entscheidung im letzten Drittel

«Wir spielten auf Augenhöhe mit den Luganesi und hätten dieses Spiel durchaus auch gewinnen könnten», meinte BOMO-Verteidigerin Simone Minder nach dem Spiel. «Sicher werden wir uns als Team noch weiterentwickeln und dann das Glück vermehrt auf unsere Seite zwingen können.» In der Tat war es erst der zwei Minuten vor Spielende von Romy Eggimann souverän verwandelte Penalty, der den Thuner Bemühungen den finalen Dämpfer verpasste. Bis zu diesem Zeitpunkt lag eine Überraschung in der Luft. Das ist mehr als viele erwartet haben. So darf man nun gespannt sein, wie sich die Thuner Underdogs am kommenden Samstag gegen die Favoritinnen aus Zürich schlagen werden. Anspiel ist um 17.00h im Grabengut.

 

 

HC Ladies Lugano – EV BOMO Thun –5:3 (1:2; 2:1; 2:0). – Sa 14.09.2019, Cornèr Arena, 106 Zuschauer. - Schiedsrichter: Matteo Bianchi, Mattia Delgrosso. – Tore: 11. Staenz (Eggimann) 1:0, 16. Maskalova (Wieczorek) 1:1, 19. Wieczorek (Maskalova) 1:2, 24. Staenz 2:2, 38. (37:12) Eggimann (Ryser, Staenz) 3:2, 39. (38:08) Ujcik (Maskalova) 3:3, 53. Ryser (Staenz) 4:3, 59. Eggimann (Penaltyschuss, Strafe Maskalova) 5:3. – Strafen: 4x2 Minuten gegen HC Ladies Lugano, 4x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – EV BOMO Thun: Heim, Spies; Minder S., Hunziker; Hänggi R., Hänggi T.; Bregy; Ujcik, Maskalova, Wieczorek; Schranz, Saletta, Brand, Gerber.

 

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