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8:2 Sieg gegen Ambri im letzten Heimspiel des Jahres 2022

Sa 26.11.2022 – Thun.

 

Der EV BOMO gewinnt auch die dritte Begegnung gegen den Aufsteiger HC Ambri-Piotta hoch mit 8:2. Die mit nur zwei Linien angetretenen Girls aus der Leventina wehren sich zunächst tapfer. Im zweiten Drittel machen die Thunerinnen mit fünf Treffern jedoch alles klar und lassen im letzten Heimspiel des Jahres 2022 nichts anbrennen.

 

Positive Zwischenbilanz vor dem Ambri-Spiel

 

Der EV BOMO darf auf eine gelungene erste Hälfte der Regular Season zurückblicken. Vor dem Spiel gegen die Girls aus Ambri-Piotta totalisierte man bereits 28 Punkte aus 12 Spielen. Das ist klar die beste Performance seit dem Aufstieg in die Women’s League im Jahr 2006. Die bisherige Bestmarke mit 23 Punkten nach 12 Partien wurde in der Saison 2017/18 erreicht. Die ansehnliche Punktzahl wirkt sich positiv auf den Tabellenrang aus. Noch nie waren die Thunerinnen zu diesem Zeitpunkt besser klassiert. BOMO belegt zurzeit den zweiten Zwischenrang mit fünf Punkten Rückstand auf den Leader ZSC Lions. Dass dieser in Reichweite bleibt, belegen unter anderem BOMO’s Liga-Bestwerte im Powerplay mit einer Trefferquote von knapp 23% sowie im Penaltykilling mit 93% verhinderten Gegentoren in Unterzahl. Noch ist die Playoff-Qualifikation nicht gesichert, aber die Chancen stehen gut, dass dies zum dritten Mal in Folge gelingt.

Wehrhafte Girls

 

Um nicht vom eingeschlagenen Weg abzukommen, war im Heimspiel gegen das Schlusslicht aus der Leventina ein Sieg schon fast Pflicht. Bis zum Ende des Spiels wurde dieser dann auch klar realisiert. Allerdings wehrten sich die Gäste im ersten Drittel tapfer und erfolgreich gegen die Thuner Angriffswellen. In der 11. Minute schrammten die HCAP Girls im Powerplay sogar nur knapp am Führungstreffer vorbei. Wer weiss, welche Richtung diese Partie genommen hätte, wenn Jade Dübi die Grosschance von Carde Spiecker nicht mit einer sehenswerten Parade vereitelt hätte.

 

Schaulaufen im Grabengut

 

Es dauerte dann bis in die 23. Minute, ehe Pélissou mit ihrem Treffer in Überzahl den EV BOMO erlöste. Was vorher partout nicht gelingen wollte, nämlich aus den zahllosen Möglichkeiten ein Tor zu realisieren, gelang jetzt in regelmässigen Abständen. Allein im zweiten Drittel fielen vier weitere BOMO-Treffer durch Ophélie Ryser, Julia Marty, Maija Otamo und Stefanie Marty. Hinzu kam das erste Tor für Ambri in der 35. Minute durch die italienische Nationalspielerin Rebecca Roccella.

 

Auch der zweiten Spielerin der Squadra Azzurra, Greta Niccolai, gelang noch ein Treffer. Er bedeutete gleichzeitig das Schlussresultat von 8:2 zugunsten der Berner Oberländerinnen. Deren Spiel kam phasenweise einem schön anzusehenden Schaulaufen gleich. Verbesserungspotential wird der Coach Thomas Zwahlen gleichwohl geortet haben, namentlich bei der Verwertung von Torchancen und beim Vermeiden von Abwehrfehlern. Aber letztlich änderten diese Unzulänglichkeiten am klaren BOMO-Sieg gegen das Schlusslicht Ambri-Piotta nichts.

Kein Durchkommen für BOMO's erste Linie gegen leidenschaftliche HCAP Girls (Bild: Esther Minder)

 

Interview mit Angela Mason

 

Bilder zu diesem Spiel

 

Das Video zu diesem Spiel

 

 

EV BOMO Thun – HCAP Girls  8:2 (0:0; 5:1; 3:1). – Thun, Grabengut, 30 Zuschauer. – Schiedsrichter: Angelo Bohnet / Fabienne Stucki. – Tore: 23. Pélissou (Duvin, Otamo, Auschluss Antonova) 1:0, 27. (26:14) Ryser (Marty S.) 2:0, 27. (26:29) Marty J. (Duvin) 3:0, 32. Otamo 4:0, 34. Marty S. (Rensch, Ausschluss Lobis) 5:0, 35. Rocella (Niccolai) 5:1, 51. Marty S. 6:1, 53. Otamo (Joray, Duvin) 7:1, 56. Mason (Marti S., Ryser) 8:1, 60. Niccolai (Roccella, Balzaretti) 8:2. – Strafen: 2x2 Minuten gegen EV BOMO Thun, 3x2 gegen HCAP Girls. – Best Player: Greta Niccolai (HCAP Girls), Julia Marty (EV BOMO Thun) – EV BOMO Thun: Dübi; Rossel, Pélissou; Marty J., Minder; Bittel, Hänggi; Joray, Duvin, Otamo; Mason, Marty S., Ryser; Aymon, Rensch, Schranz.

 

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Auf Augenhöhe – 4:3 Overtime-Niederlage beim Liga-Dominator

So 20.11.2022 – Zürich.

 

Der EV BOMO Thun zeigt in Zürich Moral und holt gegen den amtierenden Schweizermeister ZSC Lions im letzten Drittel einen Zweitore-Rückstand auf. Der verdiente Ausgleich gelingt neun Sekunden vor der Sirene mit sechs gegen vier Feldspielerinnen. Der Zusatzpunkt in der Overtime gehört zwar dem «Zett», aber die Thunerinnen holen sich mit ihrer beherzten Leistung die Zuversicht, dass der Zürcher-Fluch überwunden werden kann.

Ausgleich neun Sekunden vor der Sirene - Julia Marty schiesst BOMO in die Overtime (Bild: Tom Hiller)

 

Düstere Vorzeichen

 

Zweimal sind die Thunerinnen in dieser Saison bereits gegen den amtierenden Schweizer Meister angetreten. Und zweimal haben sie klar den Kürzeren gezogen. Das 0:3 in Zürich und die 1:7-Klatsche im Grabengut waren gleichzeitig die einzigen BOMO-Niederlagen in der laufenden Meisterschaft. Angesichts der bisher erdrückenden Dominanz der Lions waren die Erwartungen beim Thuner Anhang gedämpft. BOMO’s zähe Darbietung am Samstag in Kreuzlingen und die Tatsache, dass der Schweizer Meister am Vortag spielfrei war, machte die Ausgangslage nicht besser.

 

Attraktiver Fight

 

Was die recht zahlreichen Zuschauer im schmucken Heuried dann zu sehen bekamen, war ein attraktiver Spitzenkampf, der den hohen Erwartungen punkto Intensität und Spannung gerecht wurde. Der EV BOMO zeigte von Anfang an, dass er gewillt war, das Niveau des Meisters anzunehmen. Belege für diesen Befund waren die gute Schussbilanz im ersten Drittel (BOMO 8, ZSC 4) oder auch die Leidensbereitschaft beim Blocken von Schüssen, etwa von Angela Mason, die sich in der 12. Minute heldinnenhaft in einen Schlagschuss von Scheurer legte und dafür von ihren Kolleginnen abgefeiert wurde.

 

Aber trotz des guten Starts der Thunerinnen schlug der Zürcher Fluch im ersten Drittel gleichwohl zu. In der 8. Minute befand sich BOMO in Unterzahl, als eine Hereingabe von Thalmann von Marie-Pierre Pélissou’s Schlittschuh unglücklich ins eigene Tor abgelenkt wurde. Und nachdem die Lions schon vorher die meisten Bullies für sich entschieden hatten, gelang ihnen dies auch 45 Sekunden vor dem Pausentee. Sofort wurde der Abschluss gesucht und Schlegel konnte Lehmann’s Abpraller zur Zürcher 2:0 Führung verwerten. Die BOMO-Abwehr sah bei diesem vermeidbar scheinenden Gegentreffer nicht gut aus.

 

Thunerinnen zeigen Moral

 

Die Thunerinnen liessen sich von diesem Tiefschlag kurz vor der Drittelspause allerdings nicht beirren. Im Gegenteil, sie hielten weiterhin nicht nur dagegen, sondern erarbeiteten sich gegen die mit nicht weniger als neun Schweizer Nationalspielerinnen besetzten Lions sogar optische Vorteile. In der 31. Minute wurden sie für ihren beherzten Auftritt erstmals belohnt. Bei vier gegen vier fing Pélissou in der eigenen Zone eine Zürcher Scheibe ab und passte steil auf Duvin, die unwiderstehlich nach innen drängte und Sandra Heim sicher bezwang. In der Folge drückte BOMO vehement auf den Ausgleich, teilweise begünstigt durch Strafen des Gegners. Aber just in dieser Druckphase lief man in einen dieser Konter der Lions, die unangenehme Erinnerungen an die letzten beiden Begegnungen wachriefen. Hauser spielte trotz Bedrängnis aus der eigenen Spielfeld-Ecke den tödlichen Pass auf die an der blauen Linie startende Jana Peter. Wie die erst 17-Jährige der BOMO-Abwehr enteilte und souverän zum 3:1 abschloss, verdient höchste Anerkennung.

 

Ausgleich in extremis

 

Obschon man erneut kurz vor der Pause mit zwei Toren in Rückstand geraten war, schien Thomas Zwahlen’s Team auch im dritten Drittel immer noch an sich zu glauben. Die Thunerinnen spielten weiterhin mutig und erzielten in der 48. Minute den Anschlusstreffer. Sandra Heim, die kurz zuvor eine Top-Chance von Ophélie Ryser zunichte gemacht hatte, musste einen Schuss der durchgebrochenen Otamo abprallen lassen. Cindy Joray stand dort, wo sie stehen musste und nahm das Geschenk dankend an. BOMO blieben danach noch zwölfeinhalb Minuten, um den Rückstand ganz aufzuholen.

 

Die Partie nahm nun die Züge eines Playoff-Fights an. Zeitweise lagen die Nerven blank. In der 52. Minute schickten die Refs gleich vier Spielerinnen in die Kühlbox, je zwei von beiden Teams. Als dann Cipra anderthalb Minuten vor der Sirene die insgesamt elfte Zürcher Zweiminuten-Strafe kassierte, nahm Coach Zwahlen sein Timeout und beorderte Alexandra Lehmann zugunsten einer sechsten Feldspielerin auf die Bank. Unter dem Jubel der Zürcher Zuschauer gelang es den Lions zunächst, die Scheibe zweimal aus dem Drittel zu befördern. Doch dann wurden sie während der letzten 70 Sekunden im eigenen Drittel eingeschnürt. Sandra Heim blockierte indessen 13 Sekunden vor Schluss mit Alena Rossel's Blueliner auch den vermeintlich letzten Thuner Versuch. Dass aber ein Eishockey-Spiel – zumal eines von dieser Qualität – erst fertig ist, wenn es wirklich fertig ist, zeigte sich nach dem letzten Bully vor dem Zürcher Tor. Stefanie Marty gewann dieses nämlich. Danach kam Estelle Duvin in Scheibenbesitz und passte quer zu Julia Marty, die ihre noch verbliebene Energie in einen Onetimer investierte. Und siehe da! Die vorher unbezwingbar scheinende Sandra Heim liess den Knaller zum verdienten und vielbejubelten Thuner Ausgleich passieren. Auf der Uhr waren gerade mal noch 9 Sekunden.

 

Zuversicht trotz fehlendem Sahnehäubchen

 

Die Overtime mit drei gegen drei Feldspielerinnen brachte Chancen hüben wie drüben. Die Klarste verpasste Duvin allein vor Heim. Dass dann die Löwinnen durch ihre amerikanische Topscorerin Fontaine auf eher zufällige Weise den Zusatzpunkt holten, blieb fast eine Randnotiz zu diesem sehenswerten Spiel zweier Top-Teams. Der EV BOMO darf für sich in Anspruch nehmen, dass man in der Lage ist, mit dem Liga-Dominator aus Zürich mitzuhalten. Mit Blick auf mögliche K.O. Spiele gegen diesen Gegner ist diese Erkenntnis durchaus von Belang.

 

Das Video zum Spiel (by ZSC Lions)

 

 

ZSC Lions – EV BOMO Thun  4:3 nV (2:0; 1:1; 0:2; 1:0). – Zürich, KEB Heuried, 211 Zuschauer. – Schiedsrichter: Markus Bächer / Daniel Bittel. – Tore: 8. Thalmann (Fontaine, Auschluss Mason) 1:0, 20. Schlegel (Cipra) 2:0, 31. Duvin (Pélissou, Otamo) 2:1, 39. Peter (Hauser) 3:1, 48. Joray (Otamo, Duvin) 3:2, 60. (59:51) Marty J. (Duvin, Marty S., Ausschluss Cipra) 3:3; 64. Fontaine (Marti, Leemann) 4:3. – Strafen: 11x2 Minuten gegen ZSC Lions, 7x2 gegen EV BOMO Thun. – Best Player: Alena Rossel (EV BOMO Thun), Jana Peter (ZSC Lions) – EV BOMO Thun: Lehmann, Dübi; Pélissou; Rossel; Marty J., Minder; Hänggi, Bittel; Otamo, Duvin, Joray; Mason, Marty S., Ryser; Aymon, Rensch, Schranz; Kunz.

 

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BOMO gewinnt zähes Spiel am Bodensee

Sa 19.11.2022 – Kreuzlingen.

 

Der EV BOMO Thun gewinnt das Auswärtsspiel gegen den HC Thurgau Ladies ohne zu glänzen mit 2:0. Nach drei Wochen Nationalmannschaftspause tun sich beide Teams schwer, ihren Rhythmus zu finden. Die Zwahlen-Truppe muss sich am Sonntag deutlich steigern, wenn sie gegen den Leader ZSC eine Chance haben will.

Von ihren Teamkolleginnen für einen weiteren Shutout gefeiert - BOMO-Hüterin Jade Dübi
(Bild: Esther Minder)

 

BOMO mit Blitzstart

 

Drei Wochen ist es her, seit die beiden Teams, die sich am Samstag-Nachmittag in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen gegenüberstanden, ihren letzten Ernstkampf bestritten haben. Die HC Thurgau Ladies gingen Ende Oktober mit einem klaren 9:1 gegen Ambri in die Nationalmannschaftspause, während der EV BOMO Thun auf einen 3:2 Sieg gegen Lugano zurückblickt. Man durfte gespannt sein, welche der beiden Equipen zuerst ins Spiel findet. Es waren dann eindeutig die Berner Oberländerinnen – und das schon in ihrer ersten Shift. Estelle Duvin luchste in der Angriffszone der Österreichischen Internationalen Tamara Grascher eine bereits erobert geglaubte Scheibe ab und passte zu Maija Otamo. Die Finnin hatte das Auge für die frei vor dem Tor stehende Cindy Joray, die das Zuspiel gekonnt verwertete. Joray’s Ablenker in den Thurgauer Netzhimmel bedeutete die BOMO-Führung nach erst 33 Spielsekunden. In der Folge erarbeiteten sich die Thunerinnen ein deutliches Chancenplus. Ein weiterer Treffer wollte aber im ersten Drittel nicht gelingen. Auch nicht während insgesamt vier Minuten Thuner Überzahl-Spiel.

 

Durchzogene Darbietung

 

Im Mitteldrittel wurde den Zuschauern in der Bodensee-Arena dann magere Hockeykost geboten. Einerseits waren die Einheimischen ziemlich harmlos und vermochten die sichere BOMO-Hüterin Jade Dübi kaum je in Verlegenheit zu bringen. Andererseits machte BOMO über weite Strecken wenig aus seinem Potential. Die Angriffsauslösung der Oberländerinnen war oft ungenau und etliche Spielerinnen liessen die gewohnte Spritzigkeit und Zweikampfstärke vermissen. Gleichwohl gelang es BOMO’s zweiter Linie, die Führung auszubauen. Das zweite Tor war der Lohn für hartnäckiges Nachsetzen im gegnerischen Drittel. Stefanie Marty konnte die Scheibe hinter dem Thurgauer Tor behaupten und auf ihre aufgerückte Schwester Julia spielen. Diese versorgte das Spielgerät mit einem trockenen Direktschuss im Thurgauer Tor.

 

Verdienter Shutout für Jade Dübi

 

Die Qualität des Spiels blieb auch im Schlussdrittel durchzogen. Zumindest zu Beginn liess sich das durch die Wasserlachen erklären, die die Scheibenführung stark beeinträchtigten. Das Schiedsrichter-Duo Mattli/Bertolo zeigte allerdings wenig Lust, seinen Arbeitstag mit Warten auf trockenere und damit reguläre Eisverhältnisse zu verlängern. Die beiden Teams konnten ihrerseits den fehlenden Meisterschaftsrhythmus nach drei Wochen Pause nicht kaschieren. So plätscherte das Spiel auch ohne Wasserlachen gemächlich dem Schlusspfiff entgegen. Immerhin erhielt Jade Dübi noch die Gelegenheit, sich gegen Topchancen von Balzarolo und Sigrist auszuzeichnen. Die tadellose BOMO-Hüterin liess sich aber nicht bezwingen und konnte nach Spielschluss für den verdienten Shutout die Gratulationen ihrer Mitspielerinnen entgegen nehmen.

 

 

HC Thurgau Ladies – EV BOMO Thun  0:2 (0:1; 0:1; 0:0). – Kreuzlingen, Bodensee-Arena, 57 Zuschauer. – Schiedsrichter: Beat Mattli / Daniel Bertolo. – Tore: 1. (0:33) Joray (Otamo, Duvin) 0:1, 26. Marty J. (Marty S.) 0:2. – Strafen: 2x2 Minuten gegen HC Thurgau Ladies, 1x2 gegen EV BOMO Thun. – EV BOMO Thun: Dübi, Lehmann; Pélissou; Rossel; Marty J., Minder; Hänggi, Bittel; Otamo, Duvin, Joray; Mason, Marty S., Kunz; Ryser, Rensch, Aymon; Schranz.

 

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BOMO hautnah – Die Bilder von Profi-Fotograf Tom Hiller

Sa 05.11.2022 – Bern.

 

Beim Spiel EV BOMO gegen den HC Ladies Lugano stand auch Tom Hiller im Einsatz. Der Profi-Fotograf, der seit etlichen Jahren den SC Bern begleitet, hat eine aufregende Bilddokumentation rund um BOMO’s erstes Meisterschaftsspiel in der PostFinance-Arena erstellt. Die Bilder zeigen die Spielerinnen nicht nur im Einsatz auf dem Eis, sondern auch beim Aufwärmen, beim Ausruhen in der Kabine oder herzhaft lachend auf dem Weg zur Spielerbank.

 

BOMO hautnah – die Fotostrecke von Tom Hiller. Danke Tom!


(Bilder: Tom Hiller)

Weitere Bilder zum Spiel in der PostFinance-Arena von Esther Minder.

Historischer Sieg in der PostFinance-Arena – 3:2 gegen Lugano

So 30.10.2022 – Bern.

 

Der EV BOMO Thun spielt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Pflichtspiel in der Berner PostFinance-Arena und gewinnt gegen Verfolger Lugano mit 3:2. Den Grundstein für den Sieg legen die Thunerinnen mit drei Toren im zweiten Drittel. Die Zwahlen-Truppe ist die verdiente Siegerin dieser historischen Partie. Doch ihre Passivität im Schlussabschnitt hätte leicht ins Auge gehen können.

BOMO's Cindy Joray jubelt über ihren Powerplay-Treffer zum 2:0 (Bild: Esther Minder)

Historischer BOMO-Auftritt im Berner Eishockeytempel

 

Die PostFinance-Arena in Bern ist zwar längst nicht mehr der modernste Eishockey-Tempel der Schweiz, aber immer noch der Grösste. Der stolze SC Bern ist hier zuhause. 14 seiner insgesamt 16 Schweizermeister-Titel hat er in diesem Heimstadion errungen. Unzählige Hockey-Geschichten wurden hier schon geschrieben, meist mit positivem Ausgang für den SCB. Aber die 2:5 Niederlage der Berner gegen den EHC Kloten am Samstag-Abend zeigte auf, dass es für die Heimmannschaft mitunter auch schief gehen kann. Dies sollte dem EV BOMO Thun eine Warnung sein. Die Thunerinnen waren am Sonntag-Nachmittag das Heimteam in der PostFinance-Arena. Zu Gast waren die Ladies aus Lugano, die zu alter Grösse zurückzufinden scheinen und die letzten drei Spiele allesamt gewinnen konnten. Darunter auch jenes in Zürich gegen den Leader ZSC Lions in der Overtime.

 

Genau genommen war die Begegnung gegen den HC Ladies Lugano nicht das erste Spiel der Berner Oberländerinnen in der PostFinance-Arena. Ende August bestritt man eines von zwei Saisonvorbereitungsspielen gegen die Mad Dogs aus Mannheim in dieser Halle (und verlor 0:2). Der Match gegen Lugano war aber BOMO’s erstes Meisterschaftsspiel auf dem Stadtberner Eis. Und das hatte durchaus eine historische Dimension. Die sich anbahnende Zusammenarbeit mit dem SC Bern könnte nämlich bedeuten, dass die PostFinance-Arena ab der nächsten Saison die neue Heimstätte der Oberländerinnen sein wird. Der Wechsel des Teams von Thun nach Bern wäre übrigens kein singuläres Ereignis in der Eishockey-Geschichte. Parallelen lassen sich zum Beispiel in der nordamerikanischen National Hockey League (NHL) finden, wo 1995 die Nordiques aus dem kanadischen Québec nach Denver (USA) umzogen und im Folgejahr unter dem neuen Namen Colorado Avalanche auch gleich den Stanley Cup gewannen.

 

Grundstein zum Sieg im zweiten Drittel gelegt

 

Die BOMO-Spielerinnen waren an diesem Nachmittag allerdings weniger an der historischen Dimension des Spiels interessiert als an den Punkten, die es gegen Lugano zu gewinnen gab. Nachdem sich die beiden Teams im ereignisarmen ersten Drittel weitgehend neutralisierten, schalteten die «Roten» im Mittel-Abschnitt einen Gang höher. Es war dann ein Fehler von Lugano-Verteidigerin Taylor Leech, der den BOMO-Führungstreffer ermöglichte. Die Amerikanerin konnte in der 24. Minute einen versuchten Diagonalpass von Andrea Schranz an der eigenen blauen Linie nicht stoppen, worauf Maija Otamo die Scheibe übernehmen konnte und – heftig bedrängt von Nationalverteidigerin Bullo – souverän zum 1:0 einschob. Und nur wenig später konnte BOMO zum dritten Mal in Überzahl spielen, nachdem Lugano’s Abatangelo für ein Beinstellen auf die Strafbank geschickt wurde. Die Thunerinnen zogen ein gefälliges Powerplay auf und erarbeiteten sich beste Chancen, konnten aber die sichere Tessiner Torhüterin Decristophoris zunächst nicht überwinden. BOMO’s zweite Powerplay-Formation fand dann aber doch einen Weg, und erst noch einen sehr schön herausgespielten. Julia Marty’s scharfes Zuspiel wurde von der freistehenden Cindy Joray unhaltbar ins Lugano-Tor gelenkt. Und nicht zum ersten Mal in dieser Saison nutzten die Thunerinnen den Schwung für einen Doppelschlag. Nach gewonnenem Anspiel am Mittelkreis gelangte die Scheibe zu Pélissou. Diese passte nach vorne zu Otamo und die Finnin spielte direkt weiter auf Duvin, welche den Puck unter dem Quergestänge versorgte. Zwischen den BOMO-Treffern Nr. 2 und Nr. 3 lagen gerade mal neun Sekunden.

 

Ärgerliches Nachlassen im letzten Drittel

 

Im letzten Drittel bekamen die Zuschauer dann einen erstaunlich passiven EV BOMO zu sehen. «Wir machten es unnötig spannend», sagte Stefanie Marty nach dem Spiel. Und: «Hoffentlich lernen wir daraus!» Was war geschehen? In der 48. Minute musste die tadellose BOMO-Hüterin Alexandra Lehmann in Unterzahl einen Abpraller zulassen, den Lugano’s Surdez prompt zum Anschlusstreffer verwerten konnte. Der Tessiner Treffer war verdient und die Thunerinnen wurden für ihre Passivität bestraft. Dennoch blieb der BOMO-Anhang in der Folge einigermassen gelassen, zumal sich die Ladies mit Strafen selber schwächten. Zwei Minuten vor der Sirene nahm Lugano Coach Benjamin Rogger trotz Unterzahl den Goalie heraus, nachdem seine Spielerinnen die Scheibe erobert hatten und Eggimann zusammen mit Bullo nur knapp an der gut reagierenden Lehmann scheiterten. Die Thunerinnen konnten nach dieser Szene auf das verwaiste Tessiner Tor zulaufen und brachten es in mehreren Versuchen auf höchst wundersame Weise fertig, die Scheibe an den Pfosten, neben das Gehäuse oder in die Beine einer Gegnerin zu spielen. Ob all der Versuche, den überfälligen vierten Treffer zu erzielen, vernachlässigte man die Defensive sträflich. Ein langer Pass genügte Lugano, um Desboeufs in Abschlussposition zu bringen, was die routinierte Stürmerin mit einem halbhohen Schuss unter der Fanghand von Lehmann hindurch ausnutzte. Plötzlich hiess es nur noch 3:2 für BOMO und zu spielen waren noch 31 Sekunden. In diesen gelang Abatangelo tatsächlich noch ein gefährlicher Abschluss. Aber Alexandra Lehmann hielt den ersten Sieg von BOMO in der Berner PostFinance-Arena mit ihrer Parade fest.

 

Interview mit Stefanie Marty

 

Fotostrecke von Tom Hiller

 

Bilder von Esther Minder

 

 

EV BOMO Thun – HC Ladies Lugano  3:2 (0:0; 3:0; 0:2). – Bern, PostFinance-Arena, 98 Zuschauer. – Schiedsrichter: Andreas Hirschi / Kevin Schläpfer. – Tore: 24. Otamo (Schranz) 1:0, 29. (28:18) Joray (Marty S., Marty J., Ausschluss Abatangelo) 2:0, 29. (28:27) Duvin (Otamo, Pélissou) 3:0, 48. Surdez (Eggimann, Bullo, Ausschluss Bittel) 3:1, 60. (59:29) Desboeufs (Eggimann, Leech, Ausschluss Surdez!) 3:2. – Strafen: 3x2 Minuten gegen EV BOMO Thun, 7x2 gegen HC Ladies Lugano. – Best Player: Sofia Decristophoris (HC Ladies Lugano), Cindy Joray (EV BOMO Thun). – EV BOMO Thun: Lehmann, Dübi; Rossel, Pélissou; Marty J., Bittel; Aymon, Hänggi; Otamo, Duvin, Schranz; Joray, Marty S., Kunz; Ryser, Rensch, Mason.

 

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Ungefährdeter Thuner 5:0-Heimsieg gegen Neuenburg

So 23.10.2022 – Thun.

 

Die Neuchâtel Hockey Academy hat am Sonntag-Nachmittag im Thuner Grabengut einen schweren Stand und unterliegt BOMO klar. Die Einheimischen spielen überzeugend und haben die Begegnung mehrheitlich im Griff. Der 5:0-Sieg ist auch in dieser Höhe verdient. Am kommenden Sonntag tritt BOMO erneut zu einem Heimspiel an. Dieses Mal in der Berner PostFinance Arena gegen den HC Ladies Lugano. Die Tessinerinnen unterstreichen ihre Aufwärtstendenz mit einem Overtime-Sieg in Zürich gegen den bisher verlustpunktlosen Leader.

Zwei Assists zum Sieg beigesteuert - die junge BOMO-Verteidigerin Alena Rossel (Bild: Esther Minder)

 

Neuenburgerinnen mit Aufwärtstrend

 

Man durfte gespannt sein, wie sich die Thunerinnen gegen Neuenburg schlagen würden. Immerhin hatte das junge Team von Trainer Gigon vor Wochenfrist dem Leader ZSC Lions heftigen Widerstand entgegengesetzt und nur sehr unglücklich verloren, mit einem Gegentreffer 17 Sekunden vor Schluss. Und am Vorabend hatten die Akademikerinnen ihre gute Form mit dem hohen 9:3 Heimsieg gegen Ambri unterstrichen. Im Thuner Grabengut waren sie allerdings von der ersten Spielminute an mit Defensivarbeit beschäftigt. Der EV BOMO setzte seine Gäste nämlich sofort unter Druck und konnte bereits nach einer Minute in Überzahl agieren. Allerdings blieb der Thuner Torerfolg zunächst aus, was der konsequenten Neuenburger Abwehrarbeit und der sehr sicher spielenden Torhüterin Paiva geschuldet war.

 

Geduldige Thunerinnen

 

Es zeichnete die Berner Oberländerinnen aus, dass sie trotz der vielen vergebenen Chancen ruhig blieben und ihre Angriffe konsequent weiterführten. In der 10. Minute – kurz nachdem Duvin einen Knaller ans Gehäuse setzte – wurde BOMO erstmals belohnt. Die auffällig spielende Verteidigerin Rossel konnte auf der rechten Seite im gegnerischen Drittel die Scheibe behaupten und bediente mit einem schönen Zuspiel Stefanie Marty. Diese fackelte nicht lange und versorgte das Spielgerät mit einem trockenen Schuss im Neuenburger Tor. Kurz darauf tauchten zwei Neuenburgerinnen allein vor Jade Dübi auf. Doch die BOMO-Torfrau vereitelte den Ausgleich mit einer spektakulären Parade.

 

Im zweiten Drittel wanderte Angela Mason für ein Beinstellen für zwei Minuten auf die Strafbank. Den Neuenburgerinnen gelang es allerdings nicht, sich in der Thuner Zone zu installieren, weil sie von BOMO’s aufsässigem Forechecking im Spielaufbau gestört wurden. Und dann spielte Alena Rossel den tödlichen langen Pass auf die hochstehende BOMO Topscorerin Estelle Duvin. Diese lief allein auf Torhüterin Paiva zu und schloss eiskalt ab. Der Shorthander zum 2:0 war perfekt.

 

Jade Dübi mit Shutout

 

Nach dem zweiten Pausentee startete Thomas Zwahlen’s Equipe vehement ins letzte Drittel. Schon bald musste Neuchâtel’s kanadische Verteidigerin Brianna Gaffney wegen Stockschlag auf der Strafbank Platz nehmen. Von dort aus sah sie ein überzeugendes BOMO-Powerplay, das die Marty-Zwillinge zur 3:0-Führung nutzten. Stephanie passte auf Julia und diese bezwang Paiva von der blauen Linie aus. Nun wirkten die Neuenburgerinnen angezählt. Sie liessen zu, dass Cindy Joray nach dem Wiederanspiel mit einem Energieanfall durch ihre Reihen tanzte und den vierten BOMO-Treffer markierte – bloss 14 Sekunden nach dem 3:0. Doch damit nicht genug. BOMO liess nicht locker und vergab zwei weitere Grosschancen ehe Maija Otamo mit einer sehenswerten Einzelleistung das 5:0 schoss. Nach diesen drei Gegentreffern innert weniger als zwei Minuten nahm Neuchâtels Trainer Gigon sein Timeout. Tatsächlich fing sich seine Equipe wieder auf. Ein Neuenburger Torerfolg blieb allerdings aus. Stattdessen feierte BOMO’s Jade Dübi einen weiteren Shutout und der EV BOMO Thun einen verdienten Sieg. Nachdem die ZSC Lions mit ihrer Overtime-Niederlage gegen Lugano die ersten zwei Punkte in dieser Saison abgegeben haben, beträgt BOMO’s Rückstand auf den Leader jetzt noch vier Punkte.

 

Interview mit Maureen Bittel

 

Bilder zu diesem Spiel

 

Das Video zum Spiel

 

EV BOMO Thun – Neuchâtel Hockey Academy  5:0 (1:0; 1:0; 3:0). – Thun, Grabengut, 53 Zuschauer. – Schiedsrichter: Timo Schäfer / Pascal Megert. – Tore: 10. Marty S. (Rossel) 1:0, 30. Duvin (Rossel, Ausschluss Mason!) 2:0, 42. (41:41) Marty J. (Marty S., Ausschluss Gaffney) 3:0, 42. (41:55) Joray 4:0, 44. Otamo 5:0. – Strafen: 4x2 Minuten gegen EV BOMO Thun, 5x2 gegen Neuchâtel Hockey Academy. – Best Player: Nina Paiva (Neuchâtel HA), Maija Otamo (EV BOMO Thun). – EV BOMO Thun: Dübi, Lehmann; Rossel, Pélissou; Marty J., Bittel; Hänggi, Aymon; Otamo, Duvin, Schranz; Mason, Marty S., Kunz; Joray, Rensch, Ryser.

 

Link auf Matchbericht SIHF

BOMO rehabilitiert sich und gewinnt 5:0 beim Schlusslicht Ambri

So 16.10.2022 – Ambri.

 

Der EV BOMO Thun scheint die 1:7 Klatsche vom Samstag gegen die ZSC Lions einigermassen verarbeitet zu haben. Am Sonntag-Nachmittag gelingt in der Gottardo Arena ein klarer 5:0-Sieg gegen den Tabellenletzten HC Ambri-Piotta. Hinter den Thunerinnen liegen zwei Wochenenden mit je einer klaren Niederlage gegen die Rivalinnen aus Zürich, gefolgt von einem ebenso klaren Sieg gegen eines der übrigen Teams. Will die Thuner Equipe ganz oben mitmischen, muss sie einen weiteren Schritt machen.

Spielt mit wachsendem Selbstvertrauen - BOMO-Verteidigerin Alizée Aymon (Bild: Esther Minder)

Sechster Shutout in acht Spielen

 

Der EV BOMO Thun besann sich in der Leventina auf seine Stärken und liess nichts anbrennen. Die Thunerinnen gewannen zum sechsten Mal in bisher acht Spielen ohne vom Gegner ein Tor zu kassieren. Den Shutout konnten sich beide BOMO-Hüterinnen teilen. Jade Dübi, die am Tag zuvor gegen die ZSC Lions sechs Treffer hinnehmen musste (ohne, dass ihr etwas vorzuwerfen war), löste im letzten Drittel die bisher erst einmal bezwungene Alexandra Lehmann ab. Die Girls aus der Leventina spielten zwar munter mit und hatten durchaus einige hochkarätige Torchancen. Die beiden Goalies aus Thun liessen sich aber nicht überwinden. Auch dann nicht, als Ambri zur Spielmitte während zwei Minuten in doppelter Überzahl agieren konnte.

 

Auf der Seite der Thunerinnen war es Ophélie Ryser, die das Score in der 8. Minute eröffnete. Kurz vor der ersten Pause doppelte Estelle Duvin nach. Das 0:2 war bereits der 11. Treffer für die aktuelle Top-Scorerin der Women’s League. Sie reagierte am schnellsten auf einen von Ambri-Hüterin Biondi nach vorne abgewehrten Schuss von Stephanie Marty, die – wie auch ihre Schwester Julia – nach der Absenz vom Vortag ins Team zurückkehrte.

 

Kurz nach Wiederbeginn war es die mit stetig wachsendem Selbstvertrauen spielende 17-jährige Verteidigerin Alizée Aymon, die mit ihrem Shorthander die Tür zum BOMO-Sieg mehr als einen Spalt breit öffnete. Und in der Folge machte Maija Otamo mit ihren zwei Treffern in der 24. und 32. Minute schon im zweiten Drittel alles klar. Der verzögerte Schuss zum 0:5 nach einem Sololauf aus dem eigenen Drittel war eine bemerkenswerte Einzelleistung der prächtig aufgelegten Finnin.

 

Der nächste Schritt

 

Nach acht Meisterschaftsspielen mit sechs klaren Zu-Null-Siegen und zwei nicht minder klaren Niederlagen gegen den Leader ZSC Lions stellt sich die Frage, was BOMO noch fehlt, um ein Top-Team zu werden. Lösungsansätze lassen sich vielleicht im Umstand finden, dass die Thuner Defensive bisher ausser von den Löwinnen kaum gefordert wurde. Den anderen Teams konnte man über weite Strecken das eigene Spiel aufzwingen, sie unter Druck setzen und mit Abwehrarbeit beschäftigen. Ein wichtiges Element dieses Gameplans waren nicht zuletzt die nachrückenden Verteidigerinnen. Mit dieser Offensiv-Taktik war BOMO bisher gegen Ambri, Langenthal, Neuenburg, Thurgau und sogar Lugano sehr erfolgreich, nicht jedoch gegen den ZSC. Coach Zwahlen wird sich seine Gedanken machen, wie auf diesen frappanten Unterschied zu reagieren ist.

 

Das Video zum Spiel (by HCAP Girls)

 

HCAP Girls – EV BOMO Thun  0:5 (0:2; 0:3; 0:0). – Ambri, Gottardo Arena, 20 Zuschauer. - Schiedsrichter: Manuel Torti / Mattia Delgrosso. – Tore: 8. Ryser (Aymon, Joray) 0:1, 20. Duvin (Marti S.) 0:2, 21. Aymon (Marty S., Ausschluss Marty J.!) 0:3, 24. Otamo (Duvin) 0:4, 32. Otamo (Hänggi, Mason) 0:5. Strafen: 4x2 Minuten gegen HCAP Girls, 5x2 gegen EV BOMO Thun. – EV BOMO Thun: Lehmann, Dübi; Rossel, Pélissou; Marty J., Hunziker; Aymon, Hänggi; Otamo, Duvin, Marty S.; Joray, Rensch, Ryser; Kunz, Mason, Gerber; Schranz.

 

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Zürcher Lehrstunde im Grabengut – BOMO verliert 1:7

Sa 15.10.2022 – Thun. 

 

Der EV BOMO hadert mit dem ZSC-Fluch. Während die Thunerinnen gegen andere Gegner bisher gut aussehen, präsentieren sie sich gegen den Schweizer Meister desolat. Gegenüber dem verlorenen Spiel vor einer Woche kann sich das Team von Thomas Zwahlen nicht steigern. Im Gegenteil: Im Grabengut resultiert ein Rückschritt. Vieles, was das Thuner Spiel in dieser Saison bisher ausmacht, geht am Samstag-Abend vergessen. Am Sonntag muss BOMO gegen das Schlusslicht Ambri-Piotta wieder zu sich selber finden. 

Beobachtet von der SRF-Kamera: BOMO-Coach Zwahlen ruft seine Spielerinnen zur Ordnung (Bild: Esther Minder)

 

Am Anfang nicht bereit

 

Eine Woche nach dem verlorenen Spiel in Zürich bot sich dem EV BOMO Thun am frühen Samstagabend die Gelegenheit zur Revanche gegen den bisher verlustpunktlosen Leader. Die Anwesenheit eines Kamerateams des Schweizer Fernsehens konnte die Berner Oberländerinnen allerdings nicht beflügeln. Im Gegenteil: Sie wirkten zu Beginn des Spiels gehemmt und fahrig. Die Spielerinnen des Champions hingegen waren hellwach und nutzten die Zuordnungsprobleme in der Thuner Abwehr sofort aus. Bereits nach fünf Spielminuten stand es 0:2 aus Sicht der Gastgeberinnen. Sinja Leemann und Chiara Eggli hatten getroffen. Die Art und Weise, wie die Löwinnen durch die BOMO-Reihen tanzten, veranlasste BOMO-Trainer Thomas Zwahlen nach dem zweiten Gegentreffer sein Time Out zu nehmen und seine Schützlinge zur Ordnung zu rufen. In der Folge fing sich das Thuner Ensemble tatsächlich, ohne jedoch den Zugriff auf das Spiel zu erlangen. Die ZSC Lions führten in Bezug auf das Stellungsspiel und die Passqualität die feinere Klinge und konnten sich zudem auf ihre erneut sehr sichere Torhüterin Sandra Heim verlassen.

 

Zürcher Gala im zweiten Drittel

 

Wer gehofft hatte, dass sich BOMO im zweiten Drittel steigern würde, sah sich getäuscht. Gegen Ende des Drittels musste man sogar ein Auseinanderbrechen der Oberländerinnen befürchten. Die Löwinnen konnten in der BOMO-Zone zeitweise schalten und walten, wie es ihnen beliebte. Ihre Spielfreude war deutlich zu spüren und wuchs mit jedem Treffer nur noch mehr. Nachdem erneut Leemann auf 0:3 erhöhte, doppelte die Amerikanerin Fontaine nach Doppelpass mit Eggli nach. Und kurz vor dem zweiten Pausentee zeigten sich die Einheimischen nicht mehr auf der Höhe ihrer Aufgabe. Nach teilweise haarsträubenden BOMO-Fehlern in der eigenen Zone machten die Zürcherinnen Scheurer und Peter das halbe Dutzend voll.

 

Ein Treffer gegen Sandra Heim als Lichtblick

 

Zu Beginn des letzten Abschnitts gelang aber doch noch der Thuner Ehrentreffer durch Otamo, die nach energischer Vorarbeit von Duvin nur noch einzuschieben brauchte. Mit dem ersten Tor gegen die ehemalige BOMO-Hüterin Heim nach 100 Minuten und 46 Sekunden war zumindest ein Teil des Zürcher Fluchs, der über BOMO zu lasten scheint, gebrochen. Nach dem Ehrentreffer sahen die Zuschauer im Grabengut ansatzweise wieder den EV BOMO, wie sie ihn aus den Spielen gegen die anderen Gegner kennen. Allerdings muss auch gesagt sein, dass die Zürcherinnen angesichts ihres komfortablen Vorsprungs einen Gang zurückschalteten. Was die ZSC Lions im Grabengut zeigten – vorab ihre souveräne Defensive und ihre lehrbuchmässige Angriffsauslösung – kam einer Eishockey-Lektion für die heute klar unterlegenen Thunerinnen gleich.

EV BOMO Thun – ZSC Lions  1:7 (0:2; 0:4; 1:1). – Thun, Grabengut, 55 Zuschauer. - Schiedsrichter: Mariko Dale / Jennifer Vicha. – Tore: 15. Leemann (Marti) 0:1, 18. Eggli (Marti) 0:2, 24. Leemann 0:3, 29. Fontaine (Eggli) 0:4, 39. Scheurer (Cipra) 0:5, 40. Peter (Leemann) 0:6, 41. Otamo (Duvin) 1:6, 55. Herzig (Rüedi) 1:7  – Strafen: 4x2 Minuten gegen EV BOMO Thun, 1x2 gegen ZSC Lions – Best Player: Sinja Leemann (ZSC Lions), Ophélie Ryser (EV BOMO Thun) – EV BOMO Thun: Dübi, Lehmann; Rossel, Pélissou; Hänggi, Aymon; Bittel; Otamo, Duvin, Schranz; Joray, Rensch, Ryser; Mason, Kunz, Gerber.

 

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Gleich zwei Topspiele am Samstag-Abend im Grabengut

Fr 14.10.2022 – Thun.

 

Die Eishalle im Thuner Grabengut soll im Jahr 2024 dem vom Stimmvolk beschlossenen Neubau weichen. Bis zu diesem Zeitpunkt geniesst die altehrwürdige Sportstätte Kultstatus. Die Zuschauer müssen in der «Schwäbis-Valascia» auf etliche Annehmlichkeiten verzichten, jedoch keinesfalls auf echte Emotionen und auf Amateur-Eishockey, das höheren Ansprüchen genügt. Mit den beiden Spitzenpartien EV BOMO Thun gegen ZSC Lions und EHC Thun gegen EHC Dübendorf wird dies morgen Samstag erneut unter Beweis gestellt.

Emotionen im Thuner Grabengut: BOMO-Spielerinnen bejubeln einen Treffer gegen den HC Ambri-Piotta (Bild: Esther Minder).

Sportbegeisterte im Einzugsgebiet können morgen Samstag im Grabengut gleich zwei Spitzenspielen im Schweizer Amateur-Eishockey beiwohnen. Das Frauen-Team EV BOMO Thun spielt um 16:45 Uhr gegen den Serienmeister ZSC Lions um die Tabellenführung in der Swiss Women’s League. Und gleich im Anschluss um 20:00 Uhr spielt der zweitplatzierte EHC Thun in der MyHockey League gegen den EHC Dübendorf.

 

Zweimal Amateur-Eishockey vom Feinsten, zweimal Thun gegen Zürich («Dübi» ist Partnerclub der ZSC Lions), zweimal Valascia Feeling im Grabengut mit erfolgreichen einheimischen Equipen. Und das für ein konkurrenzlos tiefes Eintrittsgeld.

 

Auch dem Schweizer Fernsehen SRF ist die aktuelle Thuner Eishockey-Hausse nicht entgangen. Leutschenbach produziert am Samstag im Grabengut einen Sportpanorama-Beitrag über das Fraueneishockey mit dem EV BOMO Thun in einer Hauptrolle.

BOMO kehrt gegen Verfolger Thurgau zum Siegen zurück

So 09.10.2022 – Thun.

 

Nur 21 Stunden nach dem Taucher in Zürich kehrt der EV BOMO im Grabengut zum Siegen zurück. Obwohl bei den Berner Oberländerinnen gleich fünf Stammspielerinnen fehlen, haben die Thurgau Ladies keine Chance. BOMO gewinnt 7:0. Sämtliche Tore gehen auf das Konto der starken Ausländerinnen. Die Bilanz nach sechs Spielen gegen alle Teams der Women’s League fällt positiv aus – und macht Lust auf mehr.

Vierfach-Torschützin Estelle Duvin (links) mit Passgeberin Maija Otamo und stolzen Eltern (Bild: wm)

Gewichtige Absenzen

 

Cindy Joray, Cassandra Rensch und Ophélie Ryser, die zusammen BOMO’s erfolgreiche dritte Linie bilden, sind während der Sommermonate und bis in den Herbst hinein leidenschaftliche Inline Hockey Spielerinnen. Mit dem Club Rossemaison aus dem Jura haben sie sich für den Playoff-Final der Schweizer Meisterschaft qualifiziert. Und ebenda standen sie am Sonntag-Nachmittag gegen die Bienne Seelanders im Entscheidungsspiel der Best of 3 Serie im Einsatz (Bienne gewann und wurde Schweizer Meister). Thomas Zwahlen konnte daher gegen den Verfolger Thurgau nicht auf die «Ligne Rossemaison» zurückgreifen. Zusammen mit den aus privaten Gründen abwesenden Verteidigerinnen Julia Marty und Simone Minder musste der BOMO-Coach in diesem wichtigen Spiel sogar auf fünf Stammkräfte verzichten.

 

BOMO im Zugzwang

 

Man durfte gespannt sein (und auch ein wenig angespannt), wie die dezimierten Thunerinnen den Rückschlag vom Vortag gegen den ZSC verdaut hatten. Immerhin war mit dem HC Thurgau Ladies eine Equipe im Grabengut zu Gast, die – gleich wie BOMO – in den ersten fünf Spielen der Saison nur in Zürich beim Leader verloren hat. Und das erst noch sehr knapp mit 2:1. Die Ostschweizerinnen starteten gegen BOMO denn auch selbstbewusst. Ihre Torchancen im ersten Drittel waren zwar nicht hochkarätig, aber auf der anderen Seite liessen sie gegen die nach verhaltenem Start stärkerer werdenden Thunerinnen vorerst nicht viel zu. In der 18. Minute liess Caroline Lambert, die französische Torhüterin der HCT Ladies, jedoch einen Schuss von Tanja Hänggi nach vorne abprallen. Stephanie Marty und Angela Mason waren zur Stelle und staubten mit Kurzpass zur BOMO-Führung ab.

 

Duvin und Otamo bärenstark

 

In der 23. Minute erhielt Thurgau’s Zoé Mächler zwei Minuten für Behinderung und zur Mitte des Spiels wurde Stefanie Wetli vom Schiedsrichterduo wegen einem Bandencheck sogar für fünf Minuten in die Kühlbox geschickt. Beide Powerplays nutzte BOMO durch Duvin und Otamo aus. Nach dem beruhigenden 3:0 Vorsprung setzten die beiden Zuzüge von TPS Turku dann zur Gala an. Vor den Augen ihrer angereisten Eltern schoss Estelle Duvin ihre Tore Nr. 2, 3 und 4 an diesem Nachmittag. Die hervorragend getimten Pässe kamen jeweils von Maija Otamo. Diese sorgte mit ihrem 7:0 in der 59. Minute für den Schlusspunkt. Sie verwertete ein schönes Zuspiel von – wen wundert’s – Estelle Duvin.

 

Gelungene erste Meisterschaftsphase

 

Bemerkenswert war, dass die BOMO-Frauen nicht müde zu werden schienen, obschon sie wegen dem angesprochenen Personalmangel praktisch durchgängig in jeder zweiten Shift auf’s Eis geschickt wurden. Bemerkenswert auch die Bilanz, nachdem man nun gegen alle Teams je einmal angetreten ist. Die Verantwortlichen und das Team dürfen zufrieden sein. BOMO belegt den zweiten Zwischenrang, hat von allen Women’s League Teams am meisten Tore geschossenen und gleichzeitig am wenigsten erhalten. Das Team wirkt gegenüber der letzten Saison ausgeglichener, schneller und selbstbewusster. Die Fans freut’s. Am kommenden Samstag, 15.10.2022, um 16:45 steht im Grabengut das nächste Highlight an: Das Rückspiel gegen den Leader ZSC Lions – mit einer Berner Oberländer Equipe, die hungrig auf Revanche ist.

 

Interview mit Alena Rossel

 

Das Video zum Spiel

EV BOMO Thun – HC Thurgau Ladies  7:0 (1:0; 3:0; 3:0). – Thun, Grabengut, 49 Zuschauer. - Schiedsrichter: Stephan Züllig / Robert Anthamatten. – Tore: 18. Mason (Hänggi, Marty S.) 1:0, 24. Duvin (Otamo, Marty S., Ausschluss Mächler) 2:0, 33. Otamo (Duvin, Pélissou, Ausschluss Wetli) 3:0, 40. Duvin (Schranz, Otamo) 4:0, 41. Duvin (Otamo) 5:0, 55. Duvin (Otamo) 6:0, 59. Otamo (Duvin) 7:0 – Strafen: 3x2 Minuten gegen EV BOMO Thun, 3x2 und 1x5 Minuten (Wetli) gegen HC Thurgau Ladies – Best Player: Caroline Lambert (HC Thurgau Ladies), Estelle Duvin (EV BOMO Thun) – EV BOMO Thun: Lehmann, Dübi; Rossel, Pélissou; Hänggi, Aymon; Bittel; Otamo, Duvin, Gerber; Mason, Marty S., Kunz.

 

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In Zürich einmal mehr den Kürzeren gezogen

Sa 08.10.2022 – Zürich.

 

Der Schweizer Meister ZSC Lions beendet sowohl die Zeit der Ungeschlagenheit des EV BOMO in der Saison 2022/23, als auch die erstaunliche Phase ohne ein einziges Gegentor. Die Löwinnen gewinnen diskussionslos mit 3:0. Für die Thunerinnen erweist sich ihre Ex-Kollegin Sandra Heim im Zürcher Tor als unüberwindbar. Bereits am Sonntag-Nachmittag besteht die Möglichkeit zur Reaktion im Grabengut gegen den Verfolger HC Thurgau Ladies.

Niederschmetternde Bilanz gegen den Meister

 

Die Bilanz des EV BOMO gegen den aktuellen Schweizer Meister ZSC Lions spricht eine deutliche Sprache. Seit BOMO’s Aufstieg in die oberste Spielklasse im Jahr 2006 wurden 74 Pflichtspiele gegen diesen Gegner ausgetragen. Der Favorit aus Zürich setzte sich ganze 68 mal durch. In den letzten 14 Saisons resultierten gegen den 8-fachen Champion nur gerade sechs Thuner Siege, davon drei im Penaltyschiessen. Und noch nie hat BOMO gegen die ZSC Lions mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen.

 

Zog man diese eindrücklichen Zahlen zu Rate, sprach vor dem Auswärtsspiel in Zürich wahrlich nicht viel für BOMO. Immerhin ist aber zu vermerken, dass es in den letzten vier Saisons stets gelang, die Zürcherinnen einmal zu schlagen. Zweimal auch auswärts. Ausserdem gelang dem EV BOMO Thun ein makelloser Start in die neue Saison mit vier Siegen und noch keinem einzigen Gegentor.

 

Fahriger Start

 

Irgendwie hatte man aber das Gefühl, dass die unvorteilhafte Statistik auf das Spiel der Thunerinnen drückte. Sie agierten im ersten Drittel längst nicht auf dem Niveau wie noch in den Spielen zuvor. Es fehlte an der Präzision, was die wachen Löwinnen auszunutzen wussten. Sie suchten gleich mehrfach gefährlich vor Jade Dübi den Abschluss. Gewiss half es nicht, dass BOMO im ersten Drittel nicht weniger als vier kleine Strafen kassierte, was dem Thuner Spielrhythmus klar abträglich war. Positiv war zur ersten Pause einzig, dass die Zürcherinnen ihre Powerplays vorderhand nicht in Tore ummünzen konnten.

 

Auch im Mittelabschnitt machten die Einheimischen den frischeren Eindruck. Es zeichnete sich ab, dass BOMO’s Phase ohne Gegentor zu einem Ende kommen würde. In der 24. Spielminute war es dann soweit: Nach exakt 263 Minuten und 18 Sekunden lag die Scheibe nach einem Schuss von Skylar Fontaine erstmals in dieser Saison im BOMO-Tor. Und die Lions nutzten ihre Chancen in der Folge resolut. Zwei weitere Treffer durch Eggli sowie durch Scheurer im Powerplay kamen bis zum zweiten Pausentee hinzu. Die durch die Absenzen der Stammkräfte Alena Rossel, Julia Marty und Simone Minder geschwächte BOMO-Defensive zeigte sich in dieser Phase anfällig.

 

Sandra Heim lässt BOMO verzweifeln

 

Im letzten Drittel stellte Coach Zwahlen auf zwei Linien um und forcierte so seine stärksten Offensivkräfte. Die Thuner Chancen häuften sich merklich, aber die Löwinnen und allen voran die überragende Ex-BOMO Hüterin Sandra Heim im Zürcher Tor wehrten sich nach Kräften gegen den Oberländer Sturmlauf. Angesichts der vergebenen Möglichkeiten bekam man gegen Ende des Spiels den Eindruck, dass BOMO an diesem Nachmittag noch lange weiterspielen könnte ohne je ein Tor zu erzielen.

 

Die Niederlage in Zürich zeigt, dass die Bäume für den EV BOMO Thun nicht in den Himmel wachsen. Die Thunerinnen tun gut daran, dieses erfolglose Spiel abzuhaken und die unvorteilhafte Bilanz gegen den Schweizer Meister künftig zu ignorieren. Der Fokus muss stattdessen auf das Heimspiel vom Sonntag-Nachmittag gegen den HC Thurgau Ladies gelegt werden. Und nur eine Woche später besteht im Grabengut ja bereits die Möglichkeit zur Revanche gegen die Löwinnen aus Zürich.

 

Das Video zum Spiel (by ZSC Lions)

ZSC Lions – EV BOMO Thun  3:0 (0:0; 3:0; 0:0). – Zürich, KEB Heuried, 122 Zuschauer. - Schiedsrichter: Michael Airò / Mario Romero. – Tore: 24. Fontaine (Leemann) 1:0, 31. Eggli (Leemann) 2:0, 38. Scheurer (Rüedi, Ausschluss Joray) 3:0 – Strafen: 5x2 Minuten gegen ZSC Lions, 6x2 Minuten gegen EV BOMO Thun – Best Player: Alizée Aymon (EV BOMO Thun), Sandra Heim (ZSC Lions) EV BOMO Thun: Dübi, Lehmann; Pélissou, Aymon; Hänggi, Bittel; Hunziker; Otamo, Duvin, Gerber; Mason, Marty S., Kunz; Joray, Rensch, Ryser, Schranz.

 

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«Häbet Spass u gäbet Gas !» – Die Botschaft von Roman Josi an BOMO’s Team und Staff

Fr 07.10.2022 – Bern.

Die Herzen der Schweizer Eishockey-Fans schlagen in diesen Tagen höher. Grund ist die Europa-Tournee der Nashville Predators mit Hockey-Superstar Roman Josi. An diesem Wochenende eröffnen die Predators die NHL-Saison in Prag mit zwei Spielen gegen die San José Sharks (mit Timo Meier). Anfang der Woche traten die Predators in der ausverkauften PostFinance Arena gegen den SCB zu einem Vorbereitungsspiel an, gewannen 4:3 und Roman Josi liess sich – zusammen mit seinem neuen Team-Mate Nino Niederreiter – ausgiebig feiern. Und der Weltstar liess es sich trotz dem Rummel um seine Person nicht nehmen, am Rande des Spiels dem Team und dem Staff des EV BOMO Thun eine gute Saison zu wünschen. Einen Trumpf für BOMO sieht Josi in Trainer Thomas Zwahlen, von dem er «in seiner Zeit in Bern extrem viel lernen konnte».